02:51 25 September 2018
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    US-Konsulat in Jerusalem

    Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem: Palästina nennt mögliche Folgen

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    Politik
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    Die bevorstehende Verlegung der US-Botschaft aus Tel Aviv nach Jerusalem wird dem religiösen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nur neues Leben einhauchen. Diese Auffassung vertrat der Leiter der Vertretung der Volksfront für die Befreiung Palästinas in Washington, Husam Zomlot, am Montag.

    „Bedauerlicherweise steht die US-Administration an der Seite Israels, das das ausschließliche Recht auf diese Stadt beansprucht. Die Stadt war jahrhundertelang für alle Religionen heilig. Die jetzige Verlegung der US-Botschaft wird den religiösen Konflikt nur neu entfachen, statt einen würdigen Frieden zu bringen“, heißt es in Zomlots Erklärung.

    Seiner Ansicht nach kennzeichnet der Umzug der Botschaft das Ende jener Epoche, wo die USA als Initiator der internationalen Anstrengungen zur Erzielung einer Lösung aufgetreten waren, die das Entstehen von zwei Staaten vorsehen soll.    

    Durch sein Vorgehen habe Washington auf seine Rolle als Friedensstifter verzichtet und die Ungewissheit um Palästina verstärkt.    

    US-Präsident Donald Trump hatte am 6. Dezember die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt von Israel verkündet. Er kündigte zudem die Verlegung der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem an. Dieser Schritt löste international Massenproteste aus.

    Später stimmte die Uno-Vollversammlung dafür, dass die USA die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels zurücknehmen sollen.

    Am Montag, dem 14. Mai, dem 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels, wird die US-Botschaft in Jerusalem offiziell eröffnet.

    Zur Zeremonie ist bereits eine 250-köpfige Delegation aus Washington eingetroffen, der unter anderem Trumps Tochter Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner angehören.      

     

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    Folgen, Umzug, Botschaft, UN-Vollversammlung, Jared Kushner, Ivanka Trump, Donald Trump, Husam Zomlot, USA, Palästina, Israel