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    Deutscher Wirtschaftsminister Peter Altmaier

    Streit um Nord Stream 2: Altmaier vermittelt zwischen Moskau und Kiew

    © AFP 2018 / John MACDOUGALL
    Politik
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    Deutschland nimmt beim Ostsee-Pipeline-Projekt Nord Stream 2 eine Vermittlerrolle zwischen der Ukraine und Russland ein. Wirtschaftsminister Peter Altmaier will am heutigen Montag zunächst mit seinen Amtskollegen in Kiew und am Dienstag in Moskau sprechen. Ziel ist, Kompromisse auszuloten, wie deutsche Medien schreiben.

    Wie n-tv.de berichtet, hatte Altmaier der Ukraine bereits im Vorfeld der Reise seine Unterstützung in Aussicht gestellt. Es gäbe Einigkeit darüber, dass das ukrainische Transitnetz weiterhin benötigt werde, denn der Importbedarf in der EU steige und Nord Stream 2 werde noch auf Jahre nicht mit voller Kapazität zur Verfügung stehen. Die Frage sei nur, auf welche Durchleitungsmengen sich beide Seiten einigen können. 

    Die Ukraine befürchtet, dass sich nach der Fertigstellung der neuen Gasleitung ihre Bedeutung für Europa mindern und die sicherheitspolitische Lage verschlechtern werde. Außerdem sind Transitgebühren für russisches Erdgas eine wichtige Einnahmequelle. 

    Nord Stream 2 ist das Projekt einer Gaspipeline, die aus Russland über den Meeresgrund der Ostsee direkt nach Deutschland führt. Das Projekt wird von der Nord Stream 2 AG umgesetzt. Der russische Gasgigant Gazprom verfügt über 51 Prozent der Aktienanteile dieser AG. Bis Ende 2019 ist die Inbetriebnahme der Pipeline geplant. Ihre Kapazität soll 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen.

     

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