22:26 22 September 2018
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    Stimmenauszählung nach der Präsidentenwahl 2018 auf der Krim (Archivbild)

    EU erweitert Sanktionen wegen Wahlen auf der Krim

    © Sputnik / Alexander Polegenko
    Politik
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    Die EU hat fünf Personen in die Sanktionsliste eingetragen, die die Einschränkungen wegen der „Unterminierung der territorialen Integrität der Ukraine“ betreffen, heißt es auf der offiziellen Webseite des Europäischen Rates.

    „Der Rat hat fünf Personen in die Liste von jenen hinzugefügt, die die Einschränkungen in Bezug auf die Aktivitäten, die die territoriale Integrität, die Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine unterminieren, betreffen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

    „Sie wurden bezüglich ihrer Teilnahme an der Organisation der Präsidentschaftswahlen in Russland am 18. März 2018 gelistet.“

    Die Einschränkungen beinhalten das Einreiseverbot und das Einfrieren von Aktiva. Somit beträgt die aktuelle Zahl der in der Sanktionsliste aufgezählten Personen 155.

    Die neuen Einschränkungen betreffen demnach die stellvertretende Leiterin der Wahlkommission der Krim, Inna Guseewa, die Sekretärin der Wahlkommission der Krim, Natalija Besrutschenko, den Vorsitzenden der Wahlkommission von Sewastopol, Alexander Petuchow, dessen Vize Miroslaw Pogorelow sowie die Sekretärin der Wahlkommission Anastassia Kapranowa.

    Putin hatte die Präsidentschaftswahl am 18. März mit einem Rekordergebnis von 76,69 Prozent gewonnen und geht nun gestärkt in seine vierte Amtszeit. Auch die Bewohner der Halbinsel Krim haben abgestimmt.

    Die Zentrale Wahlkommission Russlands betonte damals, dass alle Handlungen der Krim-Bewohner den Verfassungsnormen sowie internationalen Standards entsprochen hätten. Die Wahlbeteiligung auf der Krim betrug demnach 71,47 Prozent und 71,44 Prozent in Sewastopol.

    Die Krim hatte sich nach einem Referendum im März 2014, bei dem die überwiegende Mehrheit der Halbinselbewohner für die Wiedervereinigung mit Russland votiert hatte, der Russischen Föderation angeschlossen.

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    Präsidentschaftswahl, Sanktionen, Europäischer Rat, EU, Ukraine, Krim, Russland