10:14 16 November 2018
SNA Radio
    Republik Krim

    „Ich bin frei, das zu tun, was ich kann“: Französischer Bürgermeister zu Krim-Besuch

    © Sputnik / Alexey Malgavko
    Politik
    Zum Kurzlink
    81251

    Der Bürgermeister der südostfranzösischen Stadt Marignane, Eric Le Dissès, hat seinen eigenen Worten zufolge keine Angst davor, dass nach seinem Krim-Besuch Sanktionen gegen ihn verhängt werden können.

    „Ich bin frei, das zu tun, was ich kann. Die Sanktionen bedeuten, dass ich nicht mehr in die Ukraine werde einreisen dürfen. Ich habe aber ohnehin nicht vor, dorthin zu fahren. Sind dies etwa Sanktionen?“, sagte er am Montag gegenüber Journalisten in Jewpatorija.

    Zudem sagte der Bürgermeister, er sei vom Patriotismus der Krim-Bewohner begeistert.

    „Ich bin begeistert von Ihrem Patriotismus, der in Ihren Herzen, in Ihren Augen zu sehen ist. Das ist die Liebe zu Ihrer Flagge. Etwa 50 Prozent der Franzosen haben dieselbe Ansicht hinsichtlich der eigenen Nationalflagge“, fügte Le Dissès hinzu.

    Wie der Franzose weiter ausführte, achte er den Beschluss der Krim-Bewohner, ein Referendum über die Wiedervereinigung mit Russland durchzuführen.

    „Ich halte es für richtig, dass das Volk offen seine Absicht bekundet hat. Wenn ich mich heute hier aufhalte, respektiere ich Ihre Entscheidung, dass die Krim selbstständig Russland gewählt hat“, so Le Dissès.

    Ihm zufolge ist es unzulässig, das Recht der Krim-Bewohner auf Freiheit und Wahl ihrer territorialen Zugehörigkeit zu beschränken. 

    Eine französische Delegation hält sich zurzeit zu einem dreitägigen Besuch auf der russischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim auf. Es ist bereits ein Abkommen zwischen dem Krim-Kurort Jewpatorija und Marignane unterzeichnet worden.

    Die Krim war im März 2014 – nach mehr als 20 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Die Volksabstimmung war von den örtlichen Behörden nach dem Februar-Umsturz in Kiew organisiert worden. Kiew betrachtet die Krim als „zeitweise okkupiertes Territorium“. Moskau hat allerdings schon mehrmals unterstrichen, dass der Beitritt der Halbinsel zu Russland nicht gegen das Völkerrecht und die UN-Charta verstoße.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Patriotismus, Besuch, Uno, Eric Le Dissès, Frankreich, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, Russland