SNA Radio
    Bau der Krim-Brücke

    Rada-Abgeordneter erläutert, wie Krim-Brücke „ukrainisch“ wird

    © Sputnik / Alexej Malgawko
    Politik
    Zum Kurzlink
    163171

    Die Ukraine wird laut dem Abgeordneten der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) Anton Geraschenko letzendlich die Krim-Brücke erhalten. Dies berichtet der TV-Sender „112 Ukraina“.

    Geraschenko zeigte sich sicher, dass die Krim an die Ukraine zurückgehen und die ukrainische Seite auch die Krim-Brücke bekommen werde.

    „Die Tatsache, dass die Russen die Kertsch-Brücke (die Krim-Brücke – Anm. d. Red.) errichtet haben, wird schlussendlich der Ukraine zugutekommen, nachdem die Krim an unser Land zurückgegeben worden ist“, sagte er vor Journalisten.

    Ferner äußerte der ukrainische Politiker:

    „1871 haben die Deutschen Frankreich Elsaß-Lothringen weggenommen. Sie bauten dort viele Brücken und Autobahnen. Aber nach dem Ersten Weltkrieg mussten sie es zurückgeben und alles, was die Deutschen errichtet haben, bekamen die Franzosen. Hier wird es dasselbe sein…Ja, das wird ein langer Weg von Wirtschaftsaktionen und Diplomatie.“

    Die Brücke werde im Großen und Ganzen nützlich für die Ukraine sein, jedoch könnten bis dahin Jahrzehnte vergehen.

    Der Autoverkehr über die Krim-Brücke war am Dienstag in beiden Richtungen offiziell freigegeben worden. An der feierlichen Zeremonie hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, teilgenommen. Er überzeugte sich bei einer Fahrt über die Brücke selbst von der Konstruktion.

    Mit einer Länge von 19 Kilometern gilt die Brücke über die Straße von Kertsch, die die direkte Verbindung zwischen der Krim und dem russischen Festland gewährleisten soll, als eines der schwierigsten Bauprojekte Russlands.

    Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Der Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew.

    Die ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an. Die westlichen Staaten haben den Sturz des Präsidenten Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim.

    Zum Thema:

    Autoverkehr auf der Krim-Brücke eröffnet
    Moskau: Eröffnung von Krim-Brücke hat symbolische Bedeutung
    Tags:
    Krim-Brücke, Oberste Rada, Anton Geraschenko, Krim, Frankreich, Deutschland, Russland, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren