SNA Radio
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim EU-Gipfel

    London, Paris, Berlin: Iran-Deal bleibt aufrecht - Macron

    © REUTERS / Stoyan Nenov
    Politik
    Zum Kurzlink
    6924

    Großbritannien,Deutschland und Frankreich haben trotz des US-Austritts beschlossen, sich weiter an das Abkommen mit dem Iran zu halten. Dies teilte am Donnerstag der französische Präsident Emmanuel Macron mit.

    „Unser Hauptinteresse im Iran besteht nicht im Handel, sondern darin, um die Stabilität in der Region zu gewährleisten”, betonte er. „Aber: Wir werden kein Verbündeter des Iran gegen die USA sein.”

    „Die EU hat ihren Wunsch bekräftigt, die Vorteile des jetzt von Washington angeprangerten Abkommens von 2015 zu wahren und die Interessen der europäischen Unternehmen zu schützen”, so Macron.

    Eine Diskussion über Handelsfragen sei mit den Vereinigten Staaten nicht möglich, ohne zuvor dauerhaft von Stahl und Aluminium-Strafzöllen befreit zu werden, fuhr er fort.

    Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat die Europäische Union beschlossen, den Deal zu unterstützen und das Recht europäischer Unternehmen auf Geschäftsführung im Iran zu verteidigen.  Zu dem Iran-Abkommen aus dem Jahr 2015 sollen laut Macron zusätzliche Vereinbarungen zum iranischen Atomprogram nach 2025, dessen Raketenprogramm und der Präsenz in der Region hinzugefügt werden. 

    Mehr zum Thema: Kann EU Druck der USA widerstehen?

    Die Europäische Kommission wird am Freitag die Verschärfung der „blockierenden Vorschrift“ aus 1996 zur Schützung der europäischen Unternehmen vor den US-Sanktionen initiieren.

    Zum Thema:

    Eurasische Wirtschaftsunion schließt mit Iran Interims-Freihandelsabkommen
    Russland-geführte Eurasische Wirtschaftsunion plant Freihandel mit China und Iran
    „Echte Waffe“ gegen Europa – französischer Politiker zu US-Sanktionen
    Tags:
    US-Sanktionen, Atomdeal, Abkommen, Donald Trump, Emmanuel Macron, USA, Iran, EU
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren