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    Russland verliert bald Monopol auf bemannte ISS-Flüge – Roskosmos

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    Nach der Schließung des Projekts Space Shuttle 2011 haben die USA den unabhängigen Zugang zur Internationalen Weltraumstation ISS verloren und lassen ihre Astronauten seitdem mit russischen Sojus-Schiffen ins All bringen. Doch in einem Jahr wird sich die Situation ändern.

    Laut dem jüngsten Bericht des russischen Staatskonzerns Roskosmos werden die USA ab nächstem Jahr bei bemannten Flügen nicht mehr von Russland abhängen. Die USA bauen derzeit an einigen bemannten Schiffen für Flüge zur Umlaufbahn und zum Mond. Außerdem gibt es in den USA bereits zwei Typen privater Schiffe, die Frachten zur ISS bringen. 

    „Heutzutage verfügt nur Russland über ein Komplettset von Technologien für sichere bemannte Flüge und für den Betrieb von Orbitalanlagen. 2019 nehmen die USA eigene Schiffe in Betrieb und sichern sich somit die Unabhängigkeit von Russland“, hieß es im Beitrag der Abteilungschefin für Entwicklung von kommerziellen Projekten von Roskosmos, Anna Kudrjawtsewa. 

    Wie aber das US-Portal Spacenews.com berichtete, ist die Nasa über die Stockungen beim Bau der neuen Schiffe besorgt und befürchtet weitere Terminverschiebungen bei der Aufnahme der ISS-Flüge. In dieser Situation könnten die US-Besatzung der ISS reduziert und russische Kosmonauten für die Aufrechterhaltung der wichtigsten Systeme des US-Segmentes eingesetzt werden, hieß es. 

    Ein entsprechender Vorbereitungskurs könnte für die russischen Kosmonauten organisiert werden, die im Herbst 2019 und im Frühling 2020 zur ISS fliegen sollen. Derzeit hat die Nasa Plätze in russischen Sojus-Schiffen für das erste Halbjahr 2019 gekauft. 

     

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    Tags:
    Schiffe, Flüge, Weltraum, Monopol, Internationale Raumstation ISS, NASA, Russland, USA
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