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    Krim-Brücke über die Straße von Kertsch

    Nach Aufruf zur Sprengung der Krim-Brücke: US-Journalist reagiert auf Kritik

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    Politik
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    Der amerikanische Journalist vom Magazin „Washington Examiner“ Tom Rogan bedauert laut seinen Aussagen die Veröffentlichung seines Artikels, in dem zur Sprengung der neulich eröffneten Krim-Brücke aufgerufen wird, nicht.

    In seinem jüngsten Bericht schrieb er, dass er nichts bereue „außer die Tatsache, dass ich klarer bei der Erläuterung hätte sein können, dass diese Aktion (die Sprengung – Anm. d. Red.) ohne Opfer ausgeübt werden kann  (und natürlich soll)“.

    Darüber hinaus erhob er eine Reihe von Vorwürfe gegen Russland und verwies auf eine angebliche Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine.

    „Wunderbares Gespräch mit Pawel Klimkin“

    Später verkündete Rogan via Twitter, dass er ein Gespräch mit dem ukrainischen Außenminister, Pawel Klimkin, geführt habe. Klimkin soll geäußert haben, dass „die ukrainische Bevölkerung“ den Artikel des Journalisten unterstütze und die Ukraine dem Amerikaner helfen werde, „falls Russland versucht, mich ins (Gefängnis) ,Black Dolphinʻ zu schicken“. Auch Scherze habe es gegeben.

    ​Die ukrainische Seite bestätigte bislang diese Unterredung nicht.

    Skandalöser Artikel

    Das US-Nachrichtenmagazin „The Washington Examiner“ hatte am Dienstag auf seiner Webseite einen Bericht mit der Überschrift „Die Ukraine sollte Putins Krim-Brücke sprengen“ veröffentlicht. Der Autor Tom Rogan bezeichnet darin das Bauwerk als „eine ungeheuerliche Beleidigung für die Ukraine als Staat“ und ruft Kiew zur Zerstörung der neuen Konstruktion auf.

    Reaktion auf Artikel

    Im Kreml wird laut dem Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, der im US-Magazin „Washington Examiner“ erschienene Beitrag als Wahnsinn und hässliche Manifestation minderwertigen Journalismus bewertet.

    Der Senator Igor Morosow bezeichnete die Aussagen des amerikanischen Journalisten als terroristisch und rief die Sicherheitskräfte zu einer Reaktion auf.

    Laut dem Chef der Republik Krim, Sergej Aksjonow, sind die russischen Streitkräfte und Geheimdienste für die Unterbindung jeglicher Provokation in Bezug auf die Krim-Brück bereit.

    Strafverfahren

    Russlands Ermittlungskomitee hat eine Ermittlung gegen den amerikanischen Journalisten eingeleitet. In seinem Artikel gibt es „Merkmale von öffentlichen Aufrufen zu Terrortätigkeit auf dem Territorium Russlands“. Die Experten werden eine umfangreiche psycho-linguistische Analyse seines Artikels unternehmen.

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    Tags:
    Gespräch, Sprengung, Kritik, Krim-Brücke, Washington Examiner, Pawel Klimkin, USA, Russland, Ukraine
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