15:55 16 August 2018
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    Der Chefredakteur der Nachrichtenagentur RIA Novosti Ukraine Kirill Wyschinski im Gericht, der 17. Mai 2017

    Inhaftierter Journalist von Ria Novosti: „Sehen es mit Sorge“ – Bundesregierung

    © AFP 2018 / GENYA SAVILOV
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    Ilona Pfeffer
    RIA Novosti Ukraine in Kiews Visier: Durchsuchungen und Festnahmen von Journalisten (14)
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    Auf Nachfrage von Sputnik sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes bei der Bundespressekonferenz am Freitag, man rufe die Ukraine dazu auf, im Fall des inhaftierten Journalisten Kirill Wyschinski von Ria Novosti Ukraine Transparenz, rechtsstaatliche Prinzipien und internationale Standards der Pressefreiheit einzuhalten.

    Noch am Dienstag hatte sich die Sprecherin des Auswärtige Amtes Maria Adebahr auf die Frage nach ihrer Bewertung der Inhaftierung des Journalisten Kirill Wyschinski und der Durchsuchung des Bueros von Ria Novosti Ukraine noch auf unzureichende Kenntnis der Einzelheiten des Falls berufen und betont, die Bundesregierung setze sich weltweit für Presse- und Meinungsfreiheit ein. Die Deutsche Botschaft und das Auswärtige Amt seien daran interessiert, von dem Vorfall Kenntnis zu haben und zu wissen, was dort passiert sei.

    Auf Nachfrage von Sputnik bei der Regierungskonferenz am Freitag sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes:

    „Wir haben das am Dienstag schon besprochen und meine Kollegin hat betont, wie wichtig uns die Presse- und Meinungsfreiheit ist. Insofern sehen wir diese Vorgänge mit Sorge und rufen dazu auf, im weiteren Verfahren Transparenz, rechtsstaatliche Prinzipien und internationale Standards der Pressefreiheit einzuhalten.“

    Auf die Zusatzfrage, ob die Bundesregierung konkret im Fall Wyschinski mit Kiew im Gespräch sei, hieß es vom Auswärtigen Amt:

    „Wir sind natürlich in laufenden Gesprächen zu allen möglichen Themen mit der ukrainischen Seite. Da spielen natürlich diese Themen auch eine Rolle.“

    Kirill Wyschinski, Chefredakteur der Nachrichtenagentur Ria Novosti Ukraine,  war am Dienstag vor seiner Wohnung festgenommen worden. In der Nacht wurde er aus Kiew in die südukrainische Hafenstadt Cherson in ein Sondergefängnis gebracht. Ihm wird Landesverrat vorgeworfen. Als Beweis für die Anschuldigungen soll, entgegen allen rechtlichen Normen, seine Arbeit als Journalist dienen. Gegen Wyschinski sind sechzig Tage Haft ohne Kaution verhängt worden.

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    RIA Novosti Ukraine in Kiews Visier: Durchsuchungen und Festnahmen von Journalisten (14)

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    Tags:
    truthnottreason, Stellungnahme, Journalist, Festnahme, Pressefreiheit, RIA Novost Ukraine, Bundesregierung, Kirill Wyschinski, Deutschland, Russland, Ukraine
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