21:51 11 Dezember 2018
SNA Radio
    Hexe (Symbolbild)

    „Hexenjagd“: Neben Russen nun auch Araber? Trump reagiert bissig

    CC0 / Pixabay
    Politik
    Zum Kurzlink
    5664

    Die Zeitung „The New York Times“ hat unter Verweis auf eigene Quellen behauptet, dass der jetzige US-Präsident, Donald Trump, bei seiner Wahlkampagne 2016 angeblich Hilfe aus dem Nahen Osten bekommen hatte. Trump bezeichnete die Information als „lächerlich“.

    Dem Blatt zufolge soll Trumps ältester Sohn, Donald Trump Jr., drei Monate vor den Wahlen drei mit dem Nahen Osten verbundene Personen im Trump-Tower in New York empfangen haben.

    Mehr zum Thema: Hat FBI Trumps Wahlkampagne unterwandert? US-Präsident fordert Untersuchung >>>

    Einer von ihnen sei Joel Zamel, ein „israelischer Fachmann im Bereich Manipulationen in den sozialen Netzwerken“ gewesen. Ein Weiterer sei George Nader, „Abgesandter von zwei wohlhabenden arabischen Prinzen“ und der Dritte sei Erik Prince, ein „republikanischer Unterstützer mit einer umstrittenen Vergangenheit im Nahen Osten“ gewesen.

    „Das Unternehmen (von Joel Zamel – Anm. d. Red.) (…) ist auf das Sammeln von Informationen und Meinungsbildung durch soziale Medien spezialisiert. Es ist nicht klar, ob ein solcher Vorschlag unterbreitet wurde. Nähere Angaben darüber, wer ihn in Auftrag gegeben hat, sind umstritten,“ so die Zeitung.

    Demnach soll Donald Trump Jr. „zustimmend reagiert“ haben. Nader sei „von Trumps Wahlberatern schnell als enger Verbündeter angenommen“ worden. Er habe sich mit Jared Kushner, Schwiegersohn von Donald Trump, sowie mit Trumps Nationalem Sicherheitsberater Michael T. Flynn regelmäßig getroffen, der am 13. Februar 2017 zurücktreten musste.

    Mehr zum Thema: Nicht Russland: Amerikas „wahrer Feind“ nun ausgemacht >>>

    Die Zeitung weist darauf hin, dass Nader „seit Jahren als enger Berater des Kronprinzen Muhammad bin Zayid Al Nahyan von Abu Dhabi“ agierte. Sie behauptet weiter, dass Zamel bei dem „emiratischen Königshof als Berater“ arbeitete. Demnach sollen mit Zamel verbundene Firmen auch Verbindungen zu Russland haben, unter anderem zu den Oligarchen Oleg Deripaska und Dmitri Rybolowlew.

    „Die Sachen sind wirklich lächerlich geworden. Die scheiternde und betrügerische (jedoch nicht so betrügerisch wie Hillary Clinton) „The New York Times“ hat eine lange und langweilige Geschichte geschrieben. Sie zeugt davon, dass die weltweit teuerste Hexenjagd nichts gegen mich und Russland gefunden hat. Deshalb betrachten sie jetzt den Rest der Welt!“, twitterte der Präsident.

    ​Mehr zum Thema: Sonderermittler reicht bei US-Gericht geheimes Memo über „Russland-Affäre“ ein >>>

    Die US-Geheimdienste hatten nach dem unerwarteten Wahlsieg von Doland Trump Russland „Einmischung in die Wahlen“ vorgeworfen.

    Staatsanwalt Robert Mueller führt schon seit mehreren Monaten Ermittlungen und hat bislang 13 Russen einer vermeintlichen Einmischung beschuldigt. Russland bezeichnet die Vorwürfe als „absolut unbegründet“ und weist sie entschieden zurück.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    „Gedemütigte Sklaven“: Iran veröffentlicht Trumps angeblichen Brief an Verbündete
    Mächtig daneben: USA versetzen versehentlich Schlag gegen Öl-Dollar
    Bericht: Westen wollte Putin bereits 2012 „ausschalten“
    Knüppel aus dem Sack: US-Kolonial-Beamter redet Klartext
    Tags:
    Wahlerfolg, Wahlabstimmung, Wahlsieg, Wahleinmischung, Hexenjagd, Wahlbetrug, Wahlsieger, Politiker, Wahlen, Trump Tower, Weißes Haus, Robert Mueller, Jared Kushner, Donald Trump Jr, Mike Flynn, Donald Trump, Hillary Clinton, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Naher Osten, Saudi-Arabien, USA, Russland