11:16 25 September 2018
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    „Bulgarian Stream“: Auch Bulgariens Präsident will Gas „direkt aus Russland“

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    Politik
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    Bulgarien benötigt laut dem Präsidenten Rumen Radew direkte Erdgaslieferungen aus Russland. Dabei vergleicht er dieses Bestreben seines Landes mit dem Wunsch der EU, das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 umzusetzen.

    „Nennen wir das ‚Bulgarian Stream‘. Die Vernunft und die Forderungen der Energiesicherheit und der Effizienz diktieren solch ein Herangehen. Dies bezieht sich nicht nur auf Bulgarien, sondern auf die ganze Europäische Union“, sagte Rumen Radew in einem Interview mit der russischen Zeitung „Kommersant“. 

    Dieses Streben Bulgariens unterscheide sich kaum von den Absichten Deutschlands, das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 umzusetzen. 

    Nach 2019 wird Bulgarien russisches Erdgas über die Pipeline Turkish Stream erhalten, die durch das Schwarze Meer verlaufen wird. In diesem Fall wird Bulgarien jedoch den Transit über die Türkei nutzen müssen. 

    Radew ist zu einem zweitägigen Besuch nach Moskau gekommen. Am Montag trifft er sich in Moskau mit dem Premierminister Dmitri Medwedew. Am Dienstag hat er einen Termin mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi. Das wird das erste Treffen der Staatschefs Russlands und Bulgariens seit zehn Jahren sein.  

     

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    Tags:
    direkt, Lieferungen, Erdgas, Pipeline, Gaspipeline Turkish Stream, Nord Stream 2, Rumen Radew, Dmitri Medwedew, Wladimir Putin, Bulgarien, Russland