01:50 19 September 2018
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    US-Präsident Donald Trump in seinem Mantel

    Trump: Auch Spion findet keine Russland-Verschwörung

    © AP Photo / Manuel Balce Ceneta
    Politik
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    Der US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass der vertrauliche FBI-Informant, der 2016 in seiner Wahlkampfzentrale arbeitete, keinerlei „Komplott mit Russland“ gefunden hat.

    „Der Spion war (in der Wahlkampfzentrale – Anm. d. Red.) zu Beginn der Kampagne da, hat aber trotzdem nie eine Verschwörung mit Russland gemeldet, weil es keine Verschwörung  gab.  Er war dort, um aus rein politischen Gründen zu spitzeln und der gaunerhaften Hillary (die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton – Anm. d. Red.) zum Sieg zu verhelfen, genauso wie sie es mit Bernie Sanders getan haben, der getäuscht wurde!“, schrieb Trump auf seiner Twitter-Seite am Mittwoch.

    ​Der US-Präsident hat ebenso darauf hingewiesen, dass der Informant für seine Dienste „großes Geld“ erhalten haben soll, was die Behauptungen in Frage stelle, er habe keinen Auftrag für politische Zwecke ausgeführt.

    Am Sonntag war bekannt geworden, dass Trump eine Unterwanderung seiner Wahlkampagne durch den amerikanischen Inlandsgeheimdienst FBI für möglich halte. Via Twitter hatte der amerikanische Staatschef eine Untersuchung gegen den Geheimdienst verlangt.

    In den USA laufen noch immer Ermittlungen zu der angeblichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf. Zuvor hatte der Sonderermittler Robert Mueller Anklage gegen 13 russische Bürger und Unternehmen erhoben. Ihnen wird die Einmischung in die US-Wahl zur Last gelegt.

    Dabei wurden keinerlei Beweise für diese Vorwürfe erbracht.

    Moskau hat Anschuldigungen dieser Art wiederholt entschieden zurückgewiesen. Wie der russische Präsident Wladimir Putin sagte, sollten die US-Behörden Moskau konkrete Dokumente mit Beweisen für die „Einmischung“ vorlegen, anstatt im Kongress zu „schreien“.

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    Tags:
    Spion, Verschwörung, Wahlkampagne, Einmischung, Donald Trump, USA