10:00 23 September 2018
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    Mike Pence

    „Politischer Strohkopf“: Nordkorea reagiert auf Drohung von Trumps Vize

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    Politik
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    Nach der jüngsten Äußerung des US-Vizepräsidenten Mike Pence hat Pjöngjang mit der Absage des geplanten Gipfeltreffens mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump gedroht und den USA eine Tragödie in Aussicht gestellt, die sie sich kaum jemals vorstellen konnten. Die Vizeaußenministerin Choe Son-hui warf den USA unvernünftiges Benehmen vor.

    Pence hatte in einem Interview am Montag gesagt, Nordkorea könne wie Libyen enden, wenn Kim keinen „Deal“ mache. 

    „Man kann nur raten, was für ein politischer Strohkopf er ist, wenn er unseren Staat – eine Atommacht – mit Libyen vergleicht, das einige Stück Militärausrüstung in Position gebracht hat“, zitieren die Medien die nordkoreanische Diplomatin. Gerade das Beispiel von Libyen habe Nordkorea dazu bewogen, die eigenen Verteidigungskraft zu stärken.

    Choe Son-hui stellte außerdem den USA eine Tragödie in Aussicht, die „die USA sich kaum vorstellen können“, falls Washington seine Rhetorik nicht ändern werde. 

    „Es hängt von der Entscheidung und dem Verhalten der USA ab, ob wir am Verhandlungstisch oder bei einer Nuklear-Machtprobe zusammenkommen werden“, erklärte die Vizeaußenministerin. 

    Falls die USA sich weiter derart verhalten sollten, werde sie der Führung vorschlagen, das Gipfeltreffen zu überdenken.

    Libyen hatte sich vor 15 Jahren bereit erklärt, seine Atomwaffen im Gegenzug für die Aufhebung von Sanktionen zu vernichten. Der langjährige Machthaber Muammar al-Gaddafi wurde im Oktober 2011 im Zuge von Luftangriffen einer internationalen Koalition entmachtet und danach von Aufständischen getötet. Die westliche Koalition unterstützte damals die Rebellen.

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    Tags:
    Atommacht, Drohungen, Tragödie, Gipfel, Treffen, Donald Trump, Kim Jong Un, Libyen, Nordkorea, USA