01:45 16 Dezember 2018
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    Poroschenko lässt Sputnik-Seiten und Konten in Ukraine sperren

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    Politik
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    Die ukrainische Regierung setzt ihre Offensive gegen kritische Medien fort: Am Donnerstag hat sie auch "Rossiya Segodnya" auf eine Sanktionsliste gesetzt und den Zugang zu allen Webseiten der russischen Mediengruppe, darunter auch zu Sputnik, sperren lassen.

    Auf der Webseite des ukrainischen Präsidenten ist eine entsprechende Rechtsverordnung veröffentlicht. In ihr heißt es, dass alle Konten von "Rossiya Segodnya" in der Ukraine für drei Jahre gesperrt werden. 

    Eine Sperre wurde auch gegen die russischsprachige Onlinezeitung "RIA Novosti Ukraina" verhängt, deren Redaktionschef Kirill Wyschinski in der vergangenen Woche in Kiew wegen „Verdachts auf Landesverrat“ festgenommen worden war. Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte die Redaktion der Zeitung, die mit "Rossiya Segodnya" zusammenarbeitet, durchsucht.

    Der 2014 gewählte Präsident Poroschenko reagiert äußerst empfindlich auf Kritik, selbst dann, wenn sie von westlichen Medien kommt. Neun Monate nach seinem Wahlsieg hatte der Miliardär diejenigen Journalisten, die seine Entscheidungen kritisieren, als „Staatsfeinde“beschimpft  und den Geheimdienst SBU unmissverständlich beauftragt, gegen sie vorzugehen.

    Der russische Menschenrechtsbeauftragte Michail Fedotow forderte den OSZE-Beauftragten für die Freiheit der Medien, Harlem Désir, auf, Stellung zu Kiews Vorgehen zu nehmen.

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    Sputnik, Rossiya Segodnya, Russland, Ukraine