10:26 23 September 2018
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    Erklärung von Ermittlungsergebnissen zum MH17-Absturz in der UkraineRusslands Präsident Wladimir Putin

    Putin: Moskau könnte Ermittlungsergebnisse zu MH17 anerkennen – unter einer Bedingung

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    Russland könnte laut Präsident Wladimir Putin die Ergebnisse der offiziellen Ermittlungen zum Abschuss der malaysischen Boeing über der Ostukraine anerkennen. Dafür müsse es aber ohne Einschränkungen an der Ermittlung beteiligt sein.

    „Unsere Position lautet: Wir haben ursprünglich eine gemeinsame Arbeit bei der Ermittlung zu dieser Tragödie angeboten. Doch zu unserer Überraschung lässt man uns zur Ermittlung nicht zu“, so Putin am Donnerstag.

    „Die ukrainische Seite arbeitet dort, obwohl die Ukraine gegen internationale Regeln verstoßen hat, als sie den Luftraum über einem Territorium nicht geschlossen hat, auf dem Kriegshandlungen stattfanden. Aber sie darf daran teilnehmen, und Russland nicht.“

    Deshalb wisse Russland auch nicht, worauf sich die Schlüsse der Ermittlungskommission stützten.

    „Damit wir das anerkennen, was darin (im Bericht – Anm. d. Red.) steht, müssen wir vollwertig an der Ermittlung beteiligt sein“, betonte der russische Staatschef weiter. Auf jeden Fall werde Moskau den neuen Bericht mit Aufmerksamkeit und Respekt behandeln und alles analysieren, was darin behauptet werde.

    Er habe den Bericht selbst noch nicht gelesen.

    Mehr zum Thema >>> Moskau findet scharfe Worte für MH17-Bericht

    Zuvor am Donnerstag hatte das internationale Ermittlerteam JIT behauptet, dass das Luftabwehrsystem, das im Juli 2014 die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 zum Absturz brachte, vom russischen Militär stammen soll.

    Diese Behauptung sollen zahlreiche Fotos, Videos und Aussagen von Zeugen belegen. Welche genau, wurde nicht präzisiert.

    Moskau wies diese Schlüsse bisher als voreingenommen zurück: Die Ermittler bauten ihre Version allein auf Angaben, die von der ukrainischen Regierung übermittelt worden waren, hieß es.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen warfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

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    Tags:
    Ermittlungen, MH17-Absturz, Wladimir Putin, Russland, Ukraine