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10:17 12 November 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (l.) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron treffen sich in Sankt Petersburg

    „Darauf hofft weder Paris noch Moskau“ – Experte zu Russland-Frankreich Beziehungen

    © Sputnik / Sergej Guneew
    Politik
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    Jewgenii Ossipow, Experte des Instituts für Weltgeschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, hat erklärt, was die Beziehungen der zwei Staaten verbessern könnte.

    In seinem Kommentar zum gestrigen Gespräch des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, und des französischen Staatschefs, Emmanuel Macron, hat Ossipow die Meinung geäußert, dass die gemeinsame Stellungnahme bezüglich des Iran sowie die wirtschaftlichen Verbindungen zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den Staaten führen könnten.

    Jedoch solle man keine Durchbrüche in den gegenwärtigen russisch-europäischen und russisch-französischen Beziehungen erwarten. Darauf hoffe weder Paris noch Moskau.

    Der Putin-Macron-Gipfel werde nur dann erfolgreich sein, wenn es den Parteien gelingen würde, die bilateralen Beziehungen positiv zu verändern.

    „In diesem Sinne ist es verständlich, dass Macrons Besuch zeitlich mit dem Wirtschaftsforum zusammenfällt. In den vergangenen vier Jahren haben die Beziehungen zwischen den beiden Ländern einen ausschließlich wirtschaftlichen Charakter angenommen“.

    Früher sei aber seit Jahrhunderten die Politik bei russisch-französischen Verhandlungen wichtiger gewesen. Daher sei die Hauptfrage für Ossipow, ob es den zwei Staaten gelingen würde, zum vorherigen Beziehungsformat zurückzukehren.

    „Das iranische Abkommen ist wahrscheinlich das einzige, was unsere beiden Länder heute politisch näher zusammenbringt“, so der Experte weiter.

    In Bezug auf die Auswirkung der US-Sanktionen gegen den Iran auf europäische Betriebe erläuterte Ossipow, dass viele Unternehmen trotz europäischer Schutzbestrebungen den Iran verlassen würden, um nicht den Markt zu verlieren. Dies gelte aber nicht für die großen Unternehmen wie Total, die viel Erfahrung in der Sanktionsumgehung hätten.

    Er fügte hinzu, dass die Verhandlungen über die mögliche Teilnahme der französischen Firma Total an russischen Projekten „eine Perspektive haben“.

    Am Donnerstag haben Wladimir Putin und Emmanuel Macron in Sankt Petersburg ein Treffen abgehalten, bei dem Schlüsselthemen – die Ukraine, der Nahe Osten, die Iran-Frage – besprochen wurden.

    Zu Beginn des Gesprächs hatte Macron seine Zuversicht geäußert, dass trotz der Schwierigkeiten Russland und Frankreich für die Lösung der Schlüsselfragen weiterhin effizient zusammenarbeiten könnten.

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    Tags:
    Irandeal, Jewgeni Ossipow, Emmanuel Macron, Wladimir Putin, Iran, St. Petersburg, Frankreich, Russland