13:50 19 August 2018
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    Cockpit der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    MH 17: Angebliche Abschuss-Raketen bereits vor Katastrophe entsorgt – Moskau

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    Alle Raketen, deren Antrieb die holländische Ermittlungskommission zum Absturz der Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 im Donbass demonstriert hat, waren nach 2011 entsorgt worden. Dies erklärte das russische Verteidigungsministerium.

    Laut dem Verteidigungsamt Russlands war die Rakete, mit der die Boeing MH17 abgeschossen wurde, 1986 in der Sowjetunion hergestellt worden. Das Verteidigungsministerium verwies darauf, dass der Herstellerbetrieb die Benutzungsdauer um weitere fünf Jahre verlängern könne, jedoch nicht öfter als zwei Mal.   

    „Nach 25 Jahren im Einsatz sind alle Raketen des Buk-Raketensystems ohne Ausnahmen zu verschrotten und zu entsorgen. Eine weitere Benutzung dieser Erzeugnisse bedroht das Leben von Soldaten, in erster Linie wegen der unsicheren Pulversätze von den Antrieben. Die maximale Benutzungsfrist der Rakete, die von der holländischen Kommission am Donnerstag demonstriert worden ist, endete 2011 (1986 + 25 Jahre), danach wurden alle Raketen aus dem Jahr 1986 entsorgt und verschrottet“, hieß es in der Meldung des Verteidigungsministeriums.

    „Das betrifft jedoch zweifellos die russischen Verbände der Luftabwehr, die die notwendigen und einsatzfähigen Raketenwaffen von dem einzigen Herstellerbetrieb, der sich auch in Russland befindet, erhalten haben und jetzt erhalten“, ging aus der Meldung hervor. 

    Das internationale Ermittlerteam JIT hat am Donnerstag in der niederländischen Stadt Bunnik die Zwischenergebnisse seiner Untersuchung vorgestellt. Die Ermittler behaupten, die Boeing sei durch einen Buk-Raketenkomplex, der angeblich der 53. Brigade der russischen Streitkräfte gehörte, abgeschossen worden.  

    Russlands Außenministerium stufte die JIT-Ermittlungen zum MH17-Absturz der Boeing 777 der Malaysia Airlines im Osten der Ukraine als voreingenommen und einseitig ein. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kann Russland die Ergebnisse der offiziellen Ermittlungen zum Abschuss der malaysischen Boeing über der Ostukraine nur dann anerkennen, wenn Russland ohne Einschränkungen an der Ermittlung beteiligen wird.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen warfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

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    Tags:
    Milizen, Luftabwehr, Abschuss, Ermittlung, Raketen, Flugabwehr-System Buk, Boeing 777, MH17-Absturz, internatiionale Ermittlungsgruppe JIT, Außenministerium Russlands, Verteidigungsministerium Russlands, Wladimir Putin, Volksrepublik Donezk, Amsterdam, Malaysia, Niederlande, Kiew, Russland, Ukraine
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