21:11 04 April 2020
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    Saudi-Arabien will deutsche Firmen offenbar von Regierungsaufträgen ausschließen. Das Königreich soll über Berlins Politik gegenüber dem Iran tief verärgert sein.

    Der Thronfolger Mohammed bin Salman hat nach Spiegel-Informationen einen internen Vergabestopp für Regierungsaufträge verhängt.

    Betroffen seien Großkonzerne wie Siemens, Bayer, Boehringer, die seit Jahren intensiv mit dem Gesundheitsministerium in Riad zusammenarbeiten, aber auch Daimler, das Hunderte Mercedes-Busse für den neuen Nahverkehr in Riad und Jeddah liefern soll.

    Der Missmut der Saudis sei mit Deutschlands Wunsch verbunden, das von den USA aufgekündigte Atomabkommen mit dem Iran zu retten. Saudi-Arabien betrachtet den Iran als größten Rivalen im Nahen Osten.

    In Saudi-Arabien sind Medienberichten zufolge insgesamt 800 deutsche Firmen aktiv. Die deutschen Exporte in den Golfstaat soll 6,6 Milliarden Euro betragen.

    Am 8. Mai hatte der US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran bekannt gegeben. Bundesaußenminister Heiko Maas kritisierte die Entscheidung und erklärte, Berlin werde sich weiterhin an das Abkommen halten.

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    Tags:
    Stopp, Auftrag, Bayer, Daimler AG, Siemens, Iran, Riad, Berlin, Deutschland, Saudi-Arabien