09:01 25 September 2018
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    Frankreichs Staatspräsident  Emmanuel Macron und britische  Premierministerin Theresa May

    Briten sollten sich Beispiel an Franzosen nehmen: Botschaft zu Cybersicherheit

    © REUTERS / Philippe Wojazer
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    Die russische Botschaft in London hat die Vorwürfe gegenüber Russland wegen angeblicher Cyber-Attacken kommentiert und den britischen Behörden empfohlen, lieber mit Russland im Bereich der Cybersicherheit zusammenzuarbeiten. Dies geht aus einer Mitteilung des Pressesprechers hervor, die auf der Webseite der Botschaft veröffentlicht ist.

    Britische Behörden und Medien würden Russland immer wieder haltlos vorwerfen, Cyber-Angriffe zu verüben oder Cyber-Gefahren zu bereiten: Erst am Mittwoch habe der britische Generalstaatsanwalt Jeremy Wright bei seinem Auftritt in einer Cyber-Sicherheitskonferenz der Denkfabrik „Chatham House" Russland vorgeworfen, im Dezember 2017 Cyber-Attacken unter Verwendung des Schadprogramms NotPetya verübt zu haben, heißt es in der Mitteilung.

    „Wir möchten darauf hinweisen, dass die russische Seite Großbritannien mehrmals vorgeschlagen hat, Beratungen im Bereich des Computersicherheit abzuhalten, bei denen alle bestehenden Fragen mit Fakten in den Händen gründlich und sachkundig besprochen werden könnten", so die russische Botschaft.

    Diese Initiative sei vom russischen Außenminister Sergej Lawrow in Verhandlungen mit seinem britischen Amtskollegen Boris Johnson angekündigt worden. Allerdings habe London die Vorschläge Moskaus „einfach ignoriert".

    „Offenbar sollte die britische Seite sich ein Beispiel an ihren französischen Kollegen nehmen, die sich bereit gezeigt haben, einen Dialog im Bereich der Cybersicherheit mit Russland zu führen", heißt es weiter in der Mitteilung. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron habe bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am Donnerstag bestätigt, dass diese Probleme im bilateralen Format behandelt werden sollten und dass Russland und Frankreich sich in dieser Frage verständigt haben.

    „Er (Macron) betonte, dass diese Aktivitäten zur Stärkung der Sicherheit und zur Erarbeitung von gemeinsamen Verhaltensregeln beitragen werden. Es ist schade, dass Großbritannien außerhalb des Dialogs bleibt. Allerdings ist es durchaus möglich, dass das Land dazu nicht bereit ist", so die russische Botschaft.

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    Tags:
    Cybersicherheit, Cyberangriffe, Vorwürfe, Russische Botschaft in London, Emmanuel Macron, Frankreich, Großbritannien, Russland