13:30 11 Dezember 2018
SNA Radio
    italienische Flagge

    Trotz allem Druck: Italien wirbt für Abschaffung der Russland-Sanktionen

    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Politik
    Zum Kurzlink
    181714

    Italien will das erste EU-Mitglied werden, das auf die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland setzt, hieß es am Samstag von dem Abgeordneten des italienischen Parlaments Paolo Grimoldi.

    „Die neue Regierung, die ihre Arbeit gerade aufgenommen hat, wird sich mit der Frage einer möglichen Abschaffung der Russland-Sanktionen beschäftigen. Wir wissen, dass wir deswegen unter Druck kommen werden, das wird ein sehr schwieriger Prozess werden. Aber wir sind entschlossen, die erste Regierung in der EU zu werden, die in ihrer Politik dafür steht”, sagte Grimoldi am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg.

    Mehr zum Thema: „Sofortige Aufhebung der Sanktionen gegen Russland“ – Italiens neue Regierung

    Betont wurde auch, dass dies (Abschaffung der Sanktionen – Anm. d. Red.) Gegenstand der beidseitigen Interessen sei.

    Beginn des EU-Gipfels in Sofia - auf dem Bild (v.l.n.r): Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Großbritanniens Premierministerin Theresa May und Bundeskanzlerin Angela Merkel
    © REUTERS / Stoyan Nenov
    Die Lega-Partei und die Fünf-Sterne-Bewegung, die bei der Parlamentswahl in Italien die meisten Stimmen bekommen haben, fordern in ihrem Regierungsprogramm einen radikalen Neuanfang der EU-Politik gegenüber Russland.

    Dem Entwurf zufolge wird die „Mitgliedschaft im Atlantischen Bündnis bestätigt“. Gleichzeitig soll es eine „Öffnung gegenüber Russland geben“. Das Land werde „nicht als Bedrohung, sondern als wirtschaftlicher und kommerzieller Partner gesehen“.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich seit 2014 im Zuge der Ukraine-Krise rapide verschlechtert. Der Westen hatte Russland vorgeworfen, sich in die innenpolitischen Angelegenheiten der Ukraine einzumischen und Sanktionen verhängt. Moskau hat wiederholt betont, Russland sei keine Partei des innenukrainischen Konfliktes; es beteilige sich nicht am Geschehenen im Donbass und sei daran interessiert, dass die Ukraine ihre politische und wirtschaftliche Krise überwindet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren