20:50 11 Dezember 2018
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    Parlamentarische Versammlung der Nato (Archivbild)

    Nato-Parlamentarier rufen den Westen zu gründlicher Prüfung russischer Gelder auf

    © AFP 2018 / DANIEL MIHAILESCU
    Politik
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    Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung der Nato haben die ausführliche Untersuchung der in den Westen kommenden russischen Gelder sowie Beschränkungen bezüglich der Auslandsguthaben reicher Russen gefordert. Dies meldet die Pressestelle der Behörde nach der jüngsten Versammlungssitzung in Warschau.

     „Wir müssen das russische Geld, das in unsere Länder kommt, besser untersuchen“, erklärte der britische Sonderberichterstatter Thomas Jopling.

    Zudem war in der Sitzung ein Aufruf zur Auferlegung von Beschränkungen auf das Auslandsvermögen der wohlhaben russischen Bürger, welche der Westen als regierungsnah betrachtet, ertönt.

    Im April hatte Jopling im Projekt seines Vortrags über die Bekämpfung der „hybriden Bedrohungen seitens der Russischen Föderation“ vorgeschlagen, darauf mit der „Anvisierung“ restriktiver Maßnahmen gegen russische Aktiva zu antworten.

    Früher war berichtet worden, dass Großbritannien die Namen der Russen veröffentlichen könnte, die Vermögenswerte auf britischem Territorium aufbewahren. Das Dokument würde die Britischen Jungferninseln, die Kaimaninseln und andere Überseegebiete verpflichten, die dort registrierten Vermögenswerte offenzulegen.

    Die britische Premierministerin Theresa May hatte im Rahmen der Skripal-Affäre mit dem Einfrieren russischer Staatskonten gedroht.

    Der Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, dass Russland einen harten Kampf gegen „unsauberes Geld“ führe, und bezeichnete die Stellungnahme Großbritanniens, das selbst Offshore-Kontos habe, als heuchlerisch.

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    Tags:
    Geld, Sanktionen, Aktiva, Parlamentarische Versammlung, NATO, Dmitri Peskow, Theresa May, Thomas Jopling, Britische Jungferninseln, Russland, Großbritannien, Warschau, Polen