13:38 25 September 2018
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    Gashahn (Symbolbild)

    Aserbaidschan nimmt Gasleitung nach Europa in Betrieb

    © Sputnik / Grigory Vasilenko
    Politik
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    In der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku ist der sogenannte Südliche Gaskorridor offiziell in Betrieb genommen worden, über den Gas aus dem Gasfeld Schach Deniz in die Türkei und später auch nach Europa transportiert wird. Das geht aus einer Mitteilung des aserbaidschanischen Staatschefs Ilcham Alijew auf der offiziellen Webseite hervor.

    Wie das Portal „Oxu.Az“ berichtete, hat Alijew einen Schlüssel umgedreht und damit den symbolischen Startschuss zum Pumpen von Gas gegeben.

    Laut Alijew hat der Gaskorridor eine große Bedeutung sowohl für die europäische Energiesicherheit als auch für die Diversifizierung von Lieferquellen und —routen für Gas.   

    Aserbaidschanisches Gas werde für die Transanatolische Pipeline (TANAP), die Teil des Südlichen Gaskorridors ist, in die Türkei fließen.

    Mit TANAP soll aserbaidschanisches Erdgas über die Türkei in die EU befördert werden. Die Kapazität der Pipeline soll bei 16 Milliarden Kubikmeter Gas liegen, wobei die Baukosten über zehn Milliarden Dollar betragen. Somit ist das Projekt kostenintensiver als die Gaspipelines Nord Stream 2 und Turkish Stream.

    Die Türkei wird Anadolu zufolge jährlich sechs Milliarden Kubikmeter Gas aus der TANAP-Pipeline beziehen. Zehn Milliarden Kubikmeter sollen nach Europa geliefert werden.

    Das Projekt wird im Rahmen der EU-Politik zur Förderung der eigenen Energiesicherheit und zur Senkung ihrer Abhängigkeit vom russischen Konzern Gazprom umgesetzt.

    Die 1850 Kilometer lange TANAP soll sich bis nach Italien erstrecken.

    Anfang Mai hatte der türkische Energieminister Berat  Albayrak die Inbetriebnahme der TANAP für den 12. Juni angekündigt.

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    Tags:
    Inbetriebnahme, TANAP (Gaspipeline), Nord-Stream-2, Portal Oxu.Az, Ilcham Alijew, Italien, Türkei, Aserbaidschan