11:19 26 September 2018
SNA Radio
    Schonrevier „Taurischer Chersones“ auf der Krim

    „Hoheitsverlust“: Abgeordneter warnt vor Repressalien im Grenzgebiet zur Krim

    © Sputnik / Vladimir Astapkovich
    Politik
    Zum Kurzlink
    1843

    Die Kiewer Behörden bereiten großangelegte Repressalien in den an die Krim grenzenden Regionen des Gebiets Cherson vor, um Russland in einen Militärkonflikt hineinzuziehen. Dies erklärte der Abgeordnete der Staatsduma von der Krim-Region, Ruslan Balbek, am Dienstag gegenüber Sputnik.

    Zuvor hatte Boris Babin, der in der Ukraine das Amt des ständigen Vertreters des Präsidenten des Landes auf der Krim bekleidet, erklärt, dass in einigen der an die Krim grenzenden Bezirke, und zwar in Genitschesk, ein „Verlust von Merkmalen der Staatsverwaltung“ zu verzeichnen sei. Ihm zufolge sind in den Grenzgebieten angeblich organisierte kriminelle Gruppierungen aufgetaucht, die sogenannte „antiukrainische Aktionen“ durchführen und die Situation aus dem Gleichgewicht zu bringen versuchen. Babin erklärte, dass Russland versuche, sich diese Situation zunutze zu machen, und zu „irgendwelchen Gewalt- oder Hybridhandlungen greifen kann, um die Region unter seine Kontrolle zu nehmen“.

    „Mit Hilfe der Erklärungen in Bezug auf den Verlust der Kontrolle über das Gebiet Cherson bereitet Kiew die Legitimierung von Massenrepressalien gegen Andersdenkende vor. Indem sich die ukrainischen Geheimdienste mit dem sogenannten russischen Faktor decken, machen sie sich die Hände für rechtswidrige Verhaftungen, Durchsuchungen und sogar Folterungen frei“, so Balbek.

    Ihm zufolge sind die ukrainischen Geheimdienstler bereits gut darin geübt, Repressalien gegen die Bevölkerung des Landes einzusetzen.

    „Das sind ukrainische Staatsbürger, und Russland kann da nur an die Weltöffentlichkeit appellieren, es kann nicht seine Truppen zur Herstellung der Ordnung in das Gebiet Cherson schicken. Wenn Kiew aber auf militärische Handlungen hofft, so ist das eine strategische Fehlkalkulation. Allerdings ist man zu möglichen Provokationen seitens der Ukraine an der Krim-Grenze bereit. Und wenn es nötig sein wird, so erfolgt die Truppenverlegung nach Tschongar oder Armjansk (die auf der russischen Seite liegen – Anm. d. Red.) schneller als man in Kiew denkt“, unterstrich der Abgeordnete.

    Die Krim ist nach dem im März 2014 durchgeführten Referendum wieder eine Region Russlands geworden. Über 96 Prozent der Wähler der Republik Krim und über 95 Prozent der Sewastopol-Einwohner hatten sich dabei für die Wiedervereinigung mit Russland ausgesprochen. Die Krim-Behörden hatten diese Volksabstimmung nach dem im Februar 2014 erfolgten nationalistischen Staatsstreich in Kiew organisiert.

    Die Ukraine betrachtet die Krim dennoch nach wie vor als sein eigenes, aber zeitweilig besetztes Territorium. Die russische Führung hatte mehrmals erklärt, dass die Krim-Bewohner auf eine demokratische Weise und in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und der Uno-Satzung für die Wiedervereinigung mit Russland abgestimmt hätten. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge ist die Krim-Frage  „endgültig geklärt“.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Krim-Brücke: Populärster Verstoß gegen Verkehrsregeln genannt
    Neuestes Raketenschiff erreicht die Krim – VIDEO
    So bewacht Russland Krim-Brücke: Grenzschutz zeigt neue Wachschiffe – VIDEO
    WM-Kalender mit russischer Krim in Ukraine herausgegeben
    Tags:
    in Schwung bringen, Militärkonflikt, Repressalien, Verlust, Kontrolle, ukrainische Geheimdienste, Staatsduma, Boris Babin, Ruslan Balbek, Wladimir Putin, Armjansk, Tschongar, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, Cherson, Kiew, Russland, Ukraine