01:35 19 September 2018
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    Polizei-Absperrung beim Ort, wo Sergej Skripal und seine Tochter gefunden wurden (Archiv)

    Darum bricht Skripal-Affäre vor aller Augen zusammen - Lawrow

    © AP Photo / Matt Dunham
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    Der „Skripal-Fall“ bricht laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow vor aller Augen zusammen, da es keine Beweise für Russlands Verwirklichung darin gibt.

    Laut Lawrow spekulieren einige westliche Länder – eine „relative Minderheit“, missbrauchen das Prinzip der Solidarität und versuchen, die konstruktiv eingestellten Seiten auf eine Bahn der Konfrontationspolitik gegenüber Russland zu bringen.

    „Ein gutes Beispiel in dieser Reihe ist der Fall Skripal, der wegen fehlender Beweise zusammenbricht. Bedauerlicherweise versuchen einige Länder, dasselbe Schema in anderem Vorwand nachzubilden“, sagte Lawrow am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

    Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück und stuft diese als eine Provokation ein. 

    Skripal war 2006 wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 in seiner Heimat zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde Skripal in Großbritannien Asyl gewährt.

     

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    Tags:
    Stoff A234, Britischer Geheimdienst MI6, Julia Skripal, Sergej Skripal, Großbritannien, USA, Russland