13:27 21 September 2018
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    „Schizophrenie-Niveau übersteigt alle Grenzen“: Nebensja stellt Ukraine Diagnose

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    Politik
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    Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja hat in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Situation in der ostukrainischen Region Donbass klargestellt, an welcher Diagnose die Ukraine leidet. Damit kommentierte er die andauernden Vorwürfe des Westens gegen Moskau, die sich auf ukrainische Medienberichte stützen.

    Laut dem Diplomaten übersteigt das „Niveau der Schizophrenie“ in der Ukraine jedes Maß. Dabei sei es kein Schimpfwort. Die Schizophrenie sei ein „psychisches Syndrom der Bewusstseinsspaltung“.

    Kiews Vorgehen habe dazu geführt, dass das Land in „zwei parallelen Welten“ lebt, so Nebensja.

    Eine Welt ist der Zustand eines „erdachten Hybridkrieges mit Russland“. In Wirklichkeit gebe es aber keinerlei Invasion seitens Russlands. Um die „virtuelle Welt“ zu unterstützen, hätten die ukrainischen Behörden eine „harte Kontrolle über den Informationsraum hergestellt“, sagte der Boschafter.

    Wie er weiter ausführte, stützt sich die Politik des Westens in der Ukraine-Frage nicht auf eine ernsthafte Analyse der Situation, sondern ebenfalls auf antirussische Klischees. 

    Die sogenannte russische Spur sei in der Ukraine bereits zu einer „universellen These“ in jeglichen Situationen geworden. 

    Was die russlandfeindlichen Ausfälle der Kollegen anbelange, so betonte Nebensja, dass sie sich in Bezug auf die Situation in der Ukraine in einer tiefen informatorischen Selbstisolation befänden. Als Nährboden dafür sollen „Klischees westlicher Medien“ sowie die Thesen der „ukrainischen Schützlinge“ dienen.  

    Die andauernde Gesetzlosigkeit in der Ukraine hätte kein einziger Rechtsstaat geduldet. Kiew mache Gebrauch von Methoden eines Polizeistaates und fördere wachsende extremistische und neonazistische Stimmungen.   

    Am Dienstag fand die erste offene Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Situation im Osten der Ukraine seit Februar 2017 statt.

    In diesem Zeitraum wurde kein Durchbruch bei der Konfliktregelung erzielt. Auch der Charakter der Diskussionen im UN-Sicherheitsrat zu diesem Thema hatte sich nicht geändert. Der Westen setzt seine Vorwürfe gegen Moskau weiter fort. Die russische Seite rief die westlichen Länder dazu auf, das Geschehen in der Ukraine kühl und objektiv einzuschätzen, anstatt blind das zu glauben, was das offizielle Kiew sagt.      

     

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    Tags:
    Diagnose, Schizophrenie, UN-Sicherheitsrat, Wassili Nebensja, Donbass, Ukraine, Russland