06:46 19 Juni 2018
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    Mexikanischer Präsidentschaftskandidat Andreas Manuel Lopez Obrador

    Zauberbann? Mexikos Präsidentschaftskandidat will nicht in Residenz wohnen

    © AFP 2018 / Omar Torres
    Politik
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    Der Kandidat der Präsidentschaftswahl in Mexiko von der linken Partei „Bewegung der nationalen Erneuerung“, Andreas Manuel Lopez Obrador, will nach eigenen Worten im Falle eines Wahlsieges nicht in der offiziellen Residenz des Staatschefs Los Pinos in Mexiko-Stadt wohnen, weil sie angeblich mit einem Zauberbann belegt worden sein soll.

    Wie das Portal „Excelsior“ am Mittwoch schreibt, ist Obrador im Rahmen seines Wahlkampfes in der Stadt Papantla de Olarte im Bundesstaat Veracruz eingetroffen, wo ein indianisches Reinigungsritual stattgefunden hat. Dort soll dem Präsidentschaftskandidaten eine von örtlichen Handwerkern gefertigte Nachbildung des Sessels des Staatschefs übergeben worden sein.    

    Der Sessel soll ihm gefallen haben. Zudem gab Obrador zu, er wolle ihn nutzen, aber nicht in der Residenz Los Pinos, sondern im Präsidentenpalast.   

    „Ich werde nicht in Los Pinos leben, da dieses Haus mit einem Zauber belegt ist. Dort müsste man jeden Tag aufräumen. Dort müsste morgens, tags und abends ein Reinigungsritual stattfinden, um böse Geister zu vertreiben. Deswegen werde ich diesen Sessel in den nationalen Palast mitnehmen“, zitiert das Portal „Excelsior“ Obrador.

    Die Präsidentschaftswahl in Mexiko ist für den  1. Juli 2018 anberaumt. Um das höchste Staatsamt bewerben sich vier Kandidaten.

    Laut einer aktuellen Umfrage des Portals SDP Noticias ist Obrador Spitzenreiter. Für ihn würden 43,2 Prozent der Befragten stimmen.

    Auf Platz zwei würde der Kandidat der regierenden „Partei der institutionalisierten Revolution“, Jose Antonio Meade, mit 24,2 Prozent rangieren. 

    Ihm würde Ricardo Anaya von der Koalition „Bürgerliche Front für Mexiko“ mit 24,1 Prozent folgen. 

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    Tags:
    Präsidentschaftswahlen, Portal SDP Noticias, Ricardo Anaya, Jose Antonio Meade, Andreas Manuel Lopez Obrador, Mexiko