03:05 15 Dezember 2018
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    Palästinensische Protestler während der Zusammenstöße mit israelischen Soldaten an der Grenze zwischen Gazastreifen und Israel

    Schluss mit den Angriffen? Israel und Gazastreifen erzielen Vereinbarung

    © Sputnik / Ahmed Abed
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    Israel und der Gazastreifen haben vereinbart, den gegenseitigen Beschuss einzustellen - zum ersten Mal seit dem massivsten Schlag gegen den jüdischen Staat aus dem Gazastreifen seit 2014. Dies meldete der arabischsprachige TV-Sender Al Jazeera.

    In der Erklärung der Hamas heißt es, dass die Kämpfer dieser Bewegung mit Hilfe von Vermittlern eine Waffenruhe in der Nacht zum Mittwoch, dem 30. Mai, vereinbart hätten. Sie seien bereit, die Bedingungen der Vereinbarung so lange einzuhalten, „wie dies Israel tut“.

    Am 29. Mai hatte die Hamas auf Twitter bereits über die Vereinbarung informiert, das Feuer gegenseitig einzustellen.

    Laut dem Korrespondenten des TV-Senders hatten Mitarbeiter der ägyptischen Geheimdienste den beiden Seiten bei den Verhandlungen Beistand geleistet.

    Zuvor war berichtet worden, dass der jüdische Staat die Luftangriffe gegen Objekte im Gazastreifen als Antwort auf den Beschuss seitens der militanten Kämpfer wiederaufgenommen hätte. Laut den Medien war dies die zweite Serie der Schläge seitens Israels. Im Laufe der ersten Angriffe seien 35 Objekte der Bewegungen Hamas und „Islamischer Dschihad“ angegriffen worden, die die Verantwortung für den Beschuss von Israel übernommen hatten. Nach vorläufigen Kalkulationen seien aus dem Gazastreifen etwa 70 Raketen und Minen abgefeuert worden. Ein Teil davon sei von den israelischen Luftabwehrsystemen abgefangen worden.

    Die Spannung an der Grenze des Gazastreifens hält seit März 2018 an, als der friedliche Protest, der dem Nakba-Tag gewidmet war (Tag des Palästinenser-Abzugs aus dem Territorium, wo 1948 der Staat Israel gegründet wurde), in Massenausschreitungen der Protestler gegen die israelischen Truppen ausartete. Die Proteste waren wegen der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem am 14. Mai erbitterter geworden. Die Entscheidung, die Botschaft aus Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, hatte das Weiße Haus im Dezember des vorigen Jahres getroffen.

    Insgesamt seien seit dem Beginn der Proteste 79 Palästinenser getötet und 2200 Menschen verletzt worden. Die USA haben die Hamas-Bewegung der Ermordung von friedlichen Bürgern bezichtigt.

    Die Hamas-Bewegung wurde 1987 gegründet und von Israel, Kanada, den USA und Japan als terroristische Organisation eingestuft, sie ist in Jordanien und Ägypten verboten. Seit 2007 kontrolliert die Organisation den Gazastreifen.

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    Tags:
    Feuerpause, Waffenruhe, Verhandlungen, Beistand, Bombardements, Islamischer Dschihad, Weißes Haus, Twitter, Hamas-Bewegung, Al Jazeera, Ägypten, Jordanien, Japan, Kanada, Jerusalem, Tel Aviv, Palästina, USA, Gazastreifen, Israel