00:39 13 Dezember 2018
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    Der bulgarische Premier Bojko Borissow (l.) und Wladimir Putin in Moskauer Kreml

    Putin zu Bulgariens Premier: „Wir versuchen es nun über die Türkei“

    © Sputnik / Alexey Druschinin
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    Russland und Bulgarien bedauern das Scheitern des Pipeline-Projektes South Stream und werden versuchen, es über eine „andere Seite“ in Gang zu bringen. Dies teilte der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch im Anschluss an sein Treffen mit dem bulgarischen Premier Bojko Borissow mit.

    „Wir bedauern es. Ich verstehe und sehe es so: Die bulgarische Seite bedauert das Scheitern des Projektes South Stream, weil seine Realisierung – und keiner zweifelt daran – für Bulgarien äußerst vorteilhaft hätte sein können. Aber wir werden es von einer anderen Seite versuchen, in diesem Fall über die Türkei“, sagte Putin.

    Ihm zufolge haben die Gesamtverluste des russischen Energiekonzerns Gazprom wegen des nicht zustande gekommenen Pipeline-Projekts „etwa 800 Millionen Euro“ betragen.

    Russland und die Türkei erarbeiten im praktischen Sinne eine Verlängerung von Turkish Stream nach Bulgarien, so Putin.

    Russland hatte im Dezember 2014 wegen des Widerstandes der USA und der EU das Ende der Pipeline South Stream angekündigt, die über Bulgarien, Serbien und Ungarn gehen sollte. Alternativ soll eine Pipeline entstehen, die auf dem Grund des Schwarzen Meeres in Richtung Türkei verlegt wird: Turkish Stream.

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    Tags:
    Turkish Stream, South Stream, Pipeline, Gesamtverluste, Scheitern, bedauern, Gazprom, Bojko Borissow, Wladimir Putin, Schwarzes Meer, EU, USA, Ungarn, Serbien, Türkei, Bulgarien, Russland