08:44 25 September 2018
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    amerikanische Soldaten im Irak (Archiv)

    Pentagon fordert von Nato-Ländern, mehr Militärs in den Irak zu schicken - Zeitung

    © AP Photo / Balint Szlanko
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    Die USA wollen laut der „The Washington Post“ ihre Nato-Bündnispartner auffordern, mehr Militär in den Irak zu entsenden. Die Zeitung beruft sich dabei auf informierte Quellen im Pentagon.

    Die Nato-Mitgliedsländer sollen demnach „eine gewichtigere Rolle“ spielen. Es werde konkretisiert, dass es sich gerade um die Mannschaftsstärke der Truppen handele. Ein diesbezüglicher Plan der USA soll sich im Abschlussstadium seiner Ausarbeitung befinden. Der Pentagon-Chef James Mattis werde ihn im Juni bei dem Treffen mit den Verteidigungsministern des Bündnisses vorstellen, schreibt die „The Washington Post“.

    Fuad Masum, Staatspräsident des Irak (Archivbild)
    © AFP 2018 / JACQUES DEMARTHON
    Washington wolle vom Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat* (IS, auch Daesh – in Russland verboten) zu einem „multinationalen Programm der Unterstützung der irakischen Sicherheitskräfte“ übergehen. Wie die Zeitung erläutert, gehe es um Militärberater und um die Hilfe bei der Ausbildung  des irakischen Militärs.

    Allerdings wird nicht konkretisiert, um welche Anzahl von Militärangehörigen aus Nato-Ländern es sich handeln soll.

    Im Irak befinden sich gegenwärtig etwa 5.500 US-Militärs. Das Weiße Haus will deren Anzahl reduzieren, aber die eigene militärische Präsenz im Irak auch nach dem Sieg über den IS aufrechterhalten.

    Bei Luftschlägen der US-geführten Anti-IS-Koalition, die als „klug“ und „superpräzis“ dargestellt werden, sind nach offiziellen Angaben etwa 9.600 friedliche Bürger Syriens und des Iraks ums Leben gekommen.

    Die USA und ihre Verbündeten führen seit 2014 eine Operation gegen den IS im Irak sowie in Syrien, wo sie jedoch ohne Genehmigung der offiziellen Behörden des Landes agieren.

    * Islamischer Staat (IS, auch Daesh), eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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