18:08 21 Juni 2018
SNA Radio
    Der russische Botschafter bei der OSZE, Alexander Lukaschewitsch (Archivbild)

    Botschafter: Sprache der Ultimaten gegenüber Russland unzulässig

    © Sputnik / Ewgenij Biatow
    Politik
    Zum Kurzlink
    5975

    Die an Russland gestellte Forderung, nach einer voreingenommenen und einseitigen Ermittlung die Verantwortung für den Absturz der malaysischen Boeing MH17 zu übernehmen, ist absurd. „Niemand darf mit Russland die Sprache der Ultimaten sprechen“, erklärte der russische Botschafter bei der OSZE, Alexander Lukaschewitsch, am Donnerstag in Wien.

    „Die vorgelegten ‚Fakten‘ sprechen dafür, dass die laufenden Ermittlungen parteiisch und einseitig sind. Und wir sollten unter diesen Bedingungen die Verantwortung für das Geschehene übernehmen? Sind Sie sich selber nicht über die Absurdität Ihrer Forderungen im Klaren? Mehr noch. Ich möchte daran erinnern, dass es niemandem erlaubt ist, Russland Ultimaten zu stellen“, betonte Lukaschewitsch.

    Die internationale Ermittlergruppe JIT hatte zuvor Zwischenergebnisse ihrer Arbeit präsentiert. Die Experten gelangten zum Schluss, dass die Boeing mit einer Rakete eines Buk-Luftabwehrkomplexes abgeschossen worden war, der der bei Kursk stationierten 53. Luftabwehrbrigade der russischen Streitkräfte gehörte. Moskau weist jegliche Anschuldigungen kategorisch zurück.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 298 Fluggästen, darunter 85 Kindern, und 15 Besatzungsmitgliedern an Bord war am 17. Juli 2014 von Amsterdam nach Kuala Lumpur unterwegs gewesen. Um etwa 15.20 Uhr MESZ verschwand die Maschine von den Radaren, als sie über der Ukraine flog. Nach Angaben russischer Fluglotsen befand sich die Boeing in diesem Augenblick etwa zehn Flugminuten bis zur russischen Grenze. Bei dem Absturz überlebte niemand. Noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.

    Zum Thema:

    MH17: Kreml kritisiert Australien und Niederlande wegen Entschädigungsanspruch
    Postfaktische Tyrannei: Selbsttäuschung wird im Fall Skripal und MH17 zum System
    MH17: Der Russe war es! – War es der Russe?
    Tags:
    Ergebnisse, Ermittlung, Kritik, Botschafter, MH17-Absturz, JIT, internatiionale Ermittlungsgruppe JIT, OSZE, Alexander Lukaschewitsch, Australien, Niederlande, Malaysia, Donbass, Ukraine, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren