09:33 25 September 2018
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    Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow (l.) posiert mit US-Soldaten in Jaworiw (Westukraine)

    Mord-Inszenierung: Ukrainischer Innenminister will künftig auf Öffentlichkeit pfeifen

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    Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow ist nach eigenen Worten erstaunt über die Reaktion internationaler Organisationen auf die „Sonderoperation“ unter Teilnahme des russischen Journalisten Arkadi Babtschenko. „Hätte es eine solche Möglichkeit gegeben, (…) hätten wir so etwas jeden Tag gemacht“, so Awakow.

    „Ich bin verwundert über die Äußerungen von vielen internationalen Organisationen, die darauf hinausliefen, wieso wir die Gesellschaft irregeführt haben. Wollten sie etwa, dass Babtschenko wirklich getötet wird und sie, ob Amnesty International oder ‚Reporter ohne Grenzen‘, mit gutem Recht sagen können, ein weiterer Journalist sei bei uns getötet worden?“, so Awakow. „Daher sind solche Äußerungen einiger angesehener internationaler Organisationen gelinde gesagt erstaunlich.“

    Er versicherte, die ukrainischen Geheimdienste und Rechtsschutzorgane würden sich künftig nicht mehr von der öffentlichen Meinung leiten lassen.

    Am Dienstag hatte die ukrainische Polizei mitgeteilt, dass Babtschenko mit Schusswunden am Rücken in Kiew aufgefunden worden und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben sei. Am Mittwoch war Babtschenko auf einer Pressekonferenz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU erschienen. Der Chef der Behörde, Wassil Grizak, beschuldigte auf der Pressekonferenz Geheimdienste Russlands, einen Mordanschlag auf Babtschenko in Auftrag gegeben zu haben. Das Attentat sei jedoch durch den SBU verhindert worden. Die Inszenierung sei nötig gewesen, um die Anschlagspläne zu enttarnen, hieß es.

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    Tags:
    Geheimdienste, Pressekonferenz, Innenministerium, Reporter ohne Grenzen, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Amnesty International, Arkadi Babtschenko, Arsen Awakow, Russland, Ukraine