13:07 18 Dezember 2018
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    Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa

    Sacharowa erläutert, was Kiew mit Mord-Inszenierung erreichen wollte

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    Politik
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    Laut der amtlichen Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat Kiew mit der Inszenierung des Mordes an Arkadi Babtschenko eine weitere Ausweisung von russischen Diplomaten aus westlichen Ländern provozieren wollen.

    „Nach dem aufgeführten Fernseh-Spektakel zu urteilen, hat er (Babtschenko) nicht einmal begriffen, was man mit ihm gemacht hatte. Er glaubte im Ernst (…), dass er sich selbst rettete und parallel dazu eine große Tat vollbrachte, die womöglich auch so manchen Gewinn bringen würde“, schrieb Sacharowa am Donnerstag auf Facebook. Die Geheimdienste hätten den Journalisten gerade in diesem Ton beeinflusst und dann in grober Weise für eigene Zwecke ausgenutzt und damit zu ihrer Geisel gemacht.

    Laut Sacharowa darf man Babtschenko nicht rügen, sondern müsse ihn „bemitleiden und sich darüber freuen, dass er Glück hatte und am Leben ist“.

    Die Geschichte mit der „Ermordung“ sei nach dem wohl bekannten „weltweit üblichen“ Muster geschneidert worden, so Sacharowa weiter.

    „Damit lassen sich auch die Worte über die ‚Solidarität‘ mit der Ukraine erklären, die Kiewer Sicherheitsbeamte bedeutsam in der Hoffnung ausgesprochen haben, eine weitere Runde der Ausweisung russischer Diplomaten oder etwas in dieser Art durchsetzen zu können.“

    Im März hatten Deutschland, zahlreiche weitere EU-Länder sowie die USA, Kanada und die Ukraine „aus Solidarität“ mit Großbritannien massenweise russische Diplomaten ausgewiesen. Der Anlass war der angebliche Giftanschlag auf die Russen Sergej und Julia Skripal im britischen Salisbury. Die britische Premierministerin Theresa May machte sofort die russische Regierung dafür verantwortlich. Moskau wies den Vorwurf zurück. Die Umstände des Attentats sind immer noch ungeklärt.

    Am Dienstag hatte die ukrainische Polizei mitgeteilt, dass Babtschenko mit Schusswunden am Rücken in Kiew aufgefunden worden und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben sei. Am Mittwoch war Babtschenko auf einer Pressekonferenz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU erschienen. Der Chef der Behörde, Wassil Grizak, beschuldigte auf der Pressekonferenz Geheimdienste Russlands, einen Mordanschlag auf Babtschenko in Auftrag gegeben zu haben. Das Attentat sei jedoch durch den SBU verhindert worden. Die Inszenierung sei nötig gewesen, um die Anschlagspläne zu enttarnen, hieß es.

    Grizak berichtete ferner über die Festnahme von Boris German, Chef der ukrainisch-deutschen Waffenfirma Schmeisser, der angeblich in Moskaus Auftrag ein echtes Attentat auf den russischen Journalisten sowie die Ermordung von weiteren 30 Personen geplant haben soll.

    Im März hatten Deutschland, weitere 13 EU-Länder sowie die USA, Kanada und die Ukraine „aus Solidarität“ mit Großbritannien massenweise russische Diplomaten ausgewiesen. Der Anlass war der angebliche Giftanschlag auf die Russen Sergej und Julia Skripal im britischen Salisbury. Die britische Premierministerin Theresa May machte sofort die russische Regierung dafür verantwortlich. Moskau wies den Vorwurf zurück. Die Umstände des Attentats sind immer noch geklärt.

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    Tags:
    Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Sergej Skripal, Arkadi Babtschenko, Maria Sacharowa, Ukraine, Russland