06:28 25 Juni 2018
SNA Radio
    Kreml

    „Wir lassen unsere Mitbürger nicht im Stich“: Moskau über Wyschinskis Hilferuf

    © Sputnik / Natalja Seliwestrowa
    Politik
    Zum Kurzlink
    0 811

    Russland gewährt seinen Mitbürgern immer Hilfe. So kommentierte der Vize-Sprecher des Außenministeriums, Artjom Koschnin, die Bitte des in Kiew festgenommenen Chefredakteurs des Nachrichtenportals RIA Novosti Ukraina, Kirill Wyschinski, an Staatschef Wladimir Putin.

    „Wir lassen, wie bekannt, unsere Mitbürger nicht im Stich. Wir werden im Rahmen der entsprechenden völkerrechtlichen Normen agieren“, sagte Koschin bei einem Pressegespräch.

    „Es ist ungeheuerlich, wenn derartige Dinge um Journalisten vor sich gehen. Wir hoffen sehr, dass fachbezogene internationale Strukturen darauf entsprechend reagieren werden“, so Koschin.

    Zuvor am Freitag hatte Wyschinski den russischen Staatschef Putin um Schutz gebeten.

    Arrest von Wyschinski

    Kirill Wyschinski war am 15. Mai vor seiner Wohnung in Kiew festgenommen und in der Nacht nach Cherson gebracht worden. Dem Journalisten werden Landesverrat und Unterstützung für die selbsterklärten Republiken der Donbass-Region zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen Wyschinski bis zu 15 Jahre Haft.

    Der Inlandsgeheimdienst SBU durchsuchte noch am selben Tag das Büro der Vertretung von RIA Novosti in Kiew und die Wohnungen einiger Mitarbeiter der Redaktion. 47 Mitarbeiter sind bereits zum Verhör vorgeladen worden.

    Das Stadtgericht von Cherson hat gegen den Journalisten eine zweimonatige Untersuchungshaft ohne Möglichkeit für Freilassung auf Kaution verhängt.

    Der Kreml hat die Handlungen der Ukraine entschieden verurteilt und Antwortmaßnahmen versprochen. Moskau richtete eine Protestnote mit der Forderung an Kiew, die Gewalt gegen Medienvertreter zu stoppen.

     

    Zum Thema:

    Causa Wyschinski: Was Putin am Benehmen westlicher Medien merkwürdig findet
    Wyschinski-Fall: Kiew will mit Moskau über „Preis” sprechen
    Simonjan zu Reaktionen auf Wyschinski-Fall: „Das ist derselbe Westen, der…“
    Fall Wyschinski: „Reporter ohne Grenzen“ fordern von Kiew Erklärung oder Freilassung
    Tags:
    Hilferuf, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), RIA Novosti Ukraina, Kirill Wyschinski, Wladimir Putin, Artjom Koschnin, Ukraine, Russland