10:27 26 September 2018
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    Deutschlands Leopard-II-Panzer im Rahmen der Aufrüstungsinitiative der NATO - Enhanced Forward Presence (eFP) (deutsch etwa: Verstärkte Vornepräsenz), Litauen (Archiv)

    Gegen „russische Aggression“: Ulm bekommt Nato-Zentrale

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    Politik
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    In der baden-württembergischen Stadt Ulm soll eine neue Nato-Kommandozentrale zur Eindämmung Russlands eingerichtet werden.

    Die Mitgliedstaaten der Militärallianz haben sich abschließend geeinigt, im Rahmen der Aufrüstung gegen Russland das Hauptquartier für schnelle Truppen- und Materialtransporte in Ulm anzusiedeln, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ am Donnerstag unter Berufung auf die dpa.

    Offiziell solle die Einrichtung der Zentrale am kommenden Nato-Verteidigungsministertreffen nächste Woche in Brüssel bekannt gegeben werden.

    Mit dem Aufbau soll demnach bereits im Juli begonnen werden. Die Fertigstellung sei für den Oktober 2019 geplant. Bis zum Jahr 2021 soll das Kommando schon einsatzbereit sein.

    Die Nato soll zuletzt in einem als geheim eingestuften Bericht Zweifel geäußert haben, ob sie schnell genug auf einen möglichen „russischen Überraschungsangriff“ reagieren könnte. Die Militärs machen sich laut der Zeitung vor allem wegen des Zustands der militärisch nutzbaren Straßen- und Schienenverbindungen in Richtung Osten und der bürokratischen Hürden beim Transport von Truppen und Ausrüstung Sorgen.

    Das neue Kommando in Ulm soll demnach helfen, diese Hürden zu beseitigen. Es werde für die Verlegung, die Unterstützung und den Schutz Alliierter Streitkräfte in Europa zuständig sein.

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    Tags:
    Kommandozentrale, NATO, Ulm, Deutschland, Russland