04:07 18 Juni 2018
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    Lukaschenko: „Besser Nato als Banditen-Staat“

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    Alexander Lukaschenko hält es für möglich, dass sich Russland irgendwann über einen Beitritt der Ukraine zur Nato freuen würde. Er selbst würde den Nachbarstaat lieber in der Allianz sehen als unter der Herrschaft von „Banditen“, sagte der weißrussische Präsident am Freitag nach Angaben der Agentur Belta.

    Wenn in der Ukraine „die nationalistischen Tendenzen unter dem Motto ‚Krieg gegen alle‘ endgültig die Oberhand gewinnen“ sollten, wäre das für Russland und Weißrussland noch schlimmer als der Beitritt der Ex-Sowjetrepublik zur Nato, urteilte Lukaschenko.

    „Es können Zeiten kommen, wo wir froh sein werden, dass die Ukraine in der Nato ist statt zu einem Banditen-Staat verkommen zu sein“, so der weißrussische Staatschef. Wenn die zweite Option doch Realität werden sollte, „wäre das für uns alle – Russland, Weißrussland und alle anderen – ein starkes Stück.“

    Die Ukraine hatte nach dem nationalistischen Umsturz 2014 die Blockfreiheit aufgehoben und den Kurs auf die Nato-Mitgliedschaft verkündet. Laut Experten kann das finanziell angeschlagene und korrupte Land in den nächsten 20 Jahren nicht den Nato-Kriterien gerecht werden.

    Die Atomwaffenmacht Russland ist strikt gegen das weitere Heranschleichen des atlantischen Militärblocks an ihre Grenzen.

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    NATO, Alexander Lukaschenko, Weißrussland, Russland, Ukraine