20:42 25 September 2018
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    Großbritanniens Premierministerin Theresa May (Symbolbild)

    Wie Washington Theresa May enttäuschte

    © AP Photo / Matt Dunham
    Politik
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    Die britische Premierministerin Theresa May hat sich über den Beschluss der USA, die Strafzölle auf Exporte von Stahl und Aluminium aus den EU-Ländern nun einzuführen, enttäuscht gezeigt, berichtet die Zeitung „The Guardian“. Außerdem wurde die Bereitschaft der EU und Großbritanniens betont, gemeinsam gegen die US-Entscheidung aufzutreten.

    „Die USA, die EU und Großbritannien sind enge Verbündete und haben immer für die Werte des offenen und freien Handels in der ganzen Welt plädiert“, zitiert „The Guardian“ May. „Unsere Stahl- und Aluminiumindustrien sind für das Vereinigte Königreich von großer Bedeutung. Aber sie sind auch für die US-Industrie relevant – unter anderem für die Verteidigungsprojekte, die die nationale Sicherheit der USA stärken“.

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    May betonte weiter, London und Brüssel seien bereit, die von der US-Entscheidung betroffenen Industrien zu schützen.

    Im März hatten die USA Einfuhrzölle für Stahl in Höhe von 25 Prozent und für Aluminium in Höhe von zehn Prozent verhängt. Washington begründete dies mit Erwägungen bezüglich der nationalen Sicherheit.

    Die USA hatten Argentinien, Brasilien, Kanada, Mexiko, Südkorea und den EU-Ländern anfangs für die Einführung dieser Zölle einen Aufschub bis zum 1. Mai gewährt und die Frist anschließend bis Anfang Juni verlängert.

    Im Mai hatte Brüssel die WTO darüber informiert,  auf welche US-Waren es zusätzliche Zölle geben könne.

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    Am Donnerstag erklärte der US-Wirtschaftsminister, Wilbur Ross, dass die EU, Kanada und Mexiko nun Strafzölle auf Exporte von Stahl und Aluminium in die USA zahlen müssten.

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    Tags:
    Strafzölle, Aluminium, Stahl, The Guardian, WTO, EU, Theresa May, Großbritannien, USA