05:01 25 September 2018
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    Stahlfabrik in Belgien (Symbolbild)

    „Höchste Zeit für Härte“: Russischer Abgeordneter zu Reaktion auf US-Strafzölle

    © REUTERS / Yves Herman
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    Russland sollte nach dem Beispiel der EU-Länder und Kanada mit Gegenmaßnahmen auf die Verhängung von Strafzöllen bei der Einfuhr von Stahl und Aluminium reagieren. Diese Auffassung äußerte der Vizechef des Wirtschaftsausschusses des russischen Unterhauses sowie des russischen Verbandes der Maschinenbauer Wladimir Gutenew.

    Gutenew verwies darauf, dass die USA am 1. April Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU, Kanada und Mexiko eingeführt hatten. Die EU habe versprochen eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einzureichen. Zudem soll der kanadische Premier, Justin Trudeau, damit gedroht haben, ab dem 1. Juli  10- sowie 25- prozentige Einfuhrzölle auf eine Reihe von US-Waren zu verhängen. Die mexikanischen Behörden wollten ebenfalls derartige Maßnahmen ergreifen, sage er.

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    Die Einfuhrzölle für Stahl und Aluminium aus Russland, China und Japan seien noch früher festgelegt worden, betonte der Abgeordnete. Der von diesen Strafmaßnahmen verursachte Schaden für die russische Wirtschaft werde etwa drei Milliarden US-Dollar betragen. Auch die Anzahl der Arpeitsplätze könne reduziert werden.

    Daher solle Russland nach dem Beispiel von anderen betroffenen Ländern wirksam auf die US-Strafmaßnahmen reagieren. „Es ist höchste Zeit für Russland, in dieser Frage Härte an den Tag zu legen“, so Gutenew. Russlands Gegenmaßnahmen sollten Arbeitsplätze in den USA treffen. Dazu könnte Russland auf Lebensmittel und alkoholische Getränke sowie auf Reinigungsmittel verzichten, die in den Vereinigten Staaten produziert werden.

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    Tags:
    Strafzölle, Gegenmaßnahmen, US-Dollar, Strafmaßnahmen, WTO, EU, Japan, China, Europa, Russland, USA