09:10 20 Juni 2018
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    Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump im Rahmen der Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft-Gipfel

    „Trump an Treffen mit Putin persönlich interessiert“ – Experte

    © Sputnik / Michail Klimentjew
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump ist an einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin laut dem Experten Wladimir Wassiljew des russischen Instituts für die USA und Kanada persönlich interessiert, weil heute nur ein Dialog auf höchster Ebene etwas in den russisch-amerikanischen Beziehungen ändern kann.

    Wassiljew äußerte gegenüber dem Portal rueconomics, dass Putin und Trump sich im Rahmen des bevorstehenden G20-Gipfels treffen könnten. Er vermutete, dass die regere Vorbereitung des Treffens mit dem Besuch des russischen Außenminister, Sergej Lawrow, in Nordkorea zusammenhänge.

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    „Er hat gezeigt, dass die russische Diplomatie auch ohne Mitwirkung der USA die Probleme in allen seinen Interessenbereichen ruhig löst, unter anderem in Syrien, Nordkorea und in der Ukraine. Moskau nimmt eine selbstständige und starke Position ein und Washington hat keine Möglichkeit, Russland zu diktieren, was es tun soll“.

    Das Problem der Vereinbarungen, das die US-Seite wegen des „Durcheinanders“ im Land vernachlässigt habe, sei wieder in den Vordergrund gerückt. Im Unterschied zu Washington habe Russland „einen politischen Freiraum“: Es brauche nichts mit den USA abzustimmen und die Amerikaner „haben keine Einflussmöglichkeiten in diesem Zusammenhang“.

    „Derzeit ist Trump an einem Treffen mit Putin persönlich interessiert, denn ein Dialog auf höchster Ebene bleibt die einzige ‚Waffe‘ im Arsenal der amerikanischen Diplomatie“.

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    Obwohl alle Fragen eine Diskussion wert seien, als Hauptthema sieht der Experte nicht Syrien oder die Ukraine, sondern die Rüstungskontrolle. Der Dialog auf Diplomatenebene bringe in diesem Bereich keine bedeutende Wirkung mehr. Gleichzeitig wollen die Amerikaner allem Anschein nach den Status mehrerer Dokumente revidieren, darunter auch des INF- und des New START-Vertrages.

    „Wegen des großen Militärhaushalts und der vielschichtigen Umrüstungsprogramme ist es für die Amerikaner wichtig, zu verstehen, was man in dieser Richtung tun kann. Von den Vereinbarungen im Waffenbereich hängt auch das Schicksal der strategischen Stabilität direkt ab. Diese Frage kann eine neue Seite in den russisch-amerikanischen Beziehungen aufschlagen, deshalb ist es am besten, sie auf höchster Ebene zu besprechen“.

    Vor dem möglichen Gipfeltreffen können der Zeitung „Wall Street Journal“ zufolge auch Verhandlungen zwischen den Hauptstabchefs Russlands und der USA, Waleri Gerassimow und Joseph Dunford, stattfinden. Die Gespräche würden sich auf die „Deeskalation des Konflikts in Syrien“ konzentrieren. Wassiljew betrachtet sie als Vorbereitung zum Dialog auf der höchsten Ebene und schließt ähnliche vorausgehende Treffen zwischen dem russischen und dem amerikanischen Außenminister, Sergej Lawrow und Mike Pompeo, sowie den Verteidigungsministern, Sergej Schoigu und James Mattis, nicht aus.

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    Früher hatte die WSJ unter Berufung auf Quellen berichtet, dass das Weiße Haus ein mögliches Treffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin bespricht. Es soll der Deeskalation der Konflikte in Syrien und in der Ukraine sowie den Fragen der Kontrolle über Atomwaffen gewidmet werden.

    Der US-Botschafter in Russland, Jon Huntsman, befindet sich derzeit in Washington und beschäftigt sich dem Blatt nach mit Organisationsfragen. Datum und Ort des Treffens sollen bisher nicht feststehen.

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