18:19 19 September 2018
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    Soldaten beim ukrainischen Schützenpanzerwagen im Donezbecken (Archiv)

    „Blut, Tod und Misere“: Rada-Abgeordneter nennt Alternative für Donbass-Verhandlungen

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    Die einzige Alternative für direkte Verhandlungen Kiews mit den selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk ist Blut, Tod und Misere. Dies hat der Abgeordnete des ukrainischen Parlaments (Werchowna Rada) von der Partei „Oppositionsblock“, Wadim Nowinski, auf Facebook geschrieben.

    In den vier Jahren des ukrainischen Konflikts habe die Regierung in Kiew nichts unternommen, um Verhandlungen mit den selbsterklärten Republiken aufzunehmen, sondern alles dafür getan, um diesen „Brudermord“ in eine „Dauerwunde am Körper unseres Landes“ zu verwandeln, so Nowinski.

    Laut ihm hat die Hartnäckigkeit der ukrainischen Behörden zu zahlreichen Opfern, Zehntausenden Kriegsversehrten und Millionen Flüchtlingen geführt. Darüber hinaus habe die Ukraine nicht nur ihr Ansehen in der Welt verloren, sondern auch die Souveränität an ihre „strategischen Partner“ übergeben.

    Nowinski zeigte sich davon überzeugt, dass direkte Verhandlungen mit den Republiken im Donbass notwendig seien, um die weitere Spaltung des Landes zu verhindern.

    „Ich möchte wirklich, dass die Ukraine ihre Integrität bewahrt und dass Frieden in den Herzen und Köpfen im ganzen Land siegt. Deshalb gibt es keine Alternative für direkte Verhandlungen. Genauer gesagt gibt es doch eine: Blut, Tod und Misere. Davon hat die Ukraine schon genug gesehen“, erläuterte Nowinski zum Schluss.

    Diese Erklärung war eine Antwort auf die jüngsten Aussagen der ersten Vize-Sprecherin des Parlaments, Irina Geraschtschenko, die dazu aufgerufen hatte, „keine direkten Verhandlungen mit Marionetten durchzuführen“. Denn hinter den friedensstiftenden Botschaften stecke angeblich der Wunsch des Kremls, die Schuld auf die Ukraine abzuwälzen. Zudem hatte Geraschtschenko die Republiken im Donbass als „Putins Affen“ bezeichnet.

    Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als vier Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

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    Direktverhandlungen, Ostukraine, Verhandlungen, Souveränität, Frieden, Facebook, Werchowna Rada, Partei „Oppositionsblock, Wadim Nowinski, Irina Geraschtschenko, Donbass, Kiew, Russland, Ukraine