21:21 22 September 2018
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    Das russische Außenministerium

    „Keine Meinungsfreiheit mehr“: Moskau zu Kiews Versuch von Anwerbung der Journalistin

    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Politik
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    Das russische Außenministerium hat den Versuch des ukrainischen Geheimdienstes SBU kommentiert, die Journalistin Irina Wyssokowitsch der Agentur RIA Novosti in Litauen anzuwerben. Die Behörde hat sich außerdem zu Kiews Formaten der Zusammenarbeit mit Journalisten kritisch geäußert.

    „Dieser Vorfall ist eine weitere Bestätigung der Tatsache, dass es keine Meinungsfreiheit in der Ukraine mehr gibt. Direkter Druck, Drohungen, Provokationen der Geheimdienste, körperliche Gewalt und politische Gerichtsfarcen – das sind die Formate der Zusammenarbeit des ukrainischen Regimes mit der journalistischen Gemeinschaft“, heißt es im Kommentar der Abteilung für Information und Presse des russischen Außenministeriums.

    Mehr zum Thema: „Undemokratisch“: Internationale Journalisten-Organisationen verurteilen Kiew >>>

    Russland rufe außerdem zuständige internationale Strukturen und die internationale Gemeinschaft auf, auf diesen Vorfall zu reagieren, so Russlands Außenamt.

    Der SBU versuchte, die ukrainische Staatsbürgerin mit ständiger litauischer Aufenthaltserlaubnis Irina Wyssokowitsch  anzuwerben, als sie für die Berichterstattung über das Gerichtsverfahren gegen den Chef des ukrainischen Nachrichtenportals RIA Novosti Ukraina, Kirill Wyschinski, in die ukrainische Stadt Cherson kam. Nach einem stundenlangen Gespräch im SBU, das nicht zu Protokoll genommen wurde, wurde Wyssokowitsch gezwungen, ein Dokument zu unterzeichnen. Damit sollte sie sich bereit erklären, mit dem SBU zusammenzuwirken und über die Mitarbeiter der Agentur RIA Novosti zu berichten. Die Journalistin kehrte jedoch nach Litauen zurück und teilte über den Anwerbungsversuch mit.

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    Tags:
    Drohungen, Druck, Journalisten, Meinungsfreiheit, Außenministerium Russlands, Kirill Wyschinski, Irina Wyssokowitsch, Ukraine, Russland