21:46 25 September 2018
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    Eine Kombination aus deutscher und russischer Flagge, Berlin

    Norddeutsche Regierungschefs fordern „Diplomatie und Zusammenarbeit“ mit Russland

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    Politik
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    Die Ministerpräsidenten von drei norddeutschen Bundesländern haben sich in einem gemeinsamen Interview für die „Neue Osnabrücker Zeitung“ für einen verstärkten Dialog mit Russland ausgesprochen.

    „Wir brauchen keine weiteren Sanktionen, wir brauchen mehr Diplomatie und Zusammenarbeit“, betonte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

    Der SPD-Politiker unterstrich außerdem, dass die bisherigen Strafmaßnahmen gegen Russland die Situation nicht viel geändert hätten.

    Mehr zum Thema: Jürgen Trittin EXKLUSIV: „Russland ist nicht Sowjetunion“ – für Dialog auf Augenhöhe >>>

    „Deutschland muss dazu beitragen, dass die globalen Zentrifugalkräfte nicht überhand gewinnen“, sagte Weil.

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, der Dialog müsse gerade bei Meinungsverschiedenheiten gepflegt werden.

    Schwesig lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesaußenminister Heiko Maas dafür, dass sie „jetzt wieder stärker das Gespräch suchen“. Die Lockerung von Sanktionen sei nicht der erste Schritt der Annäherung, aber sie könnte das Ergebnis eines solchen Dialogs sein.

    Die SPD-Politikerin rief außerdem auf, mit den Versuchen aufzuhören, den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zu stoppen.

    „Nord Stream 2 ist nicht nur für Mecklenburg-Vorpommern wichtig, sondern für ganz Deutschland“, betonte Schwesig.

    Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther unterstützt die Forderung, bei Spannungen im Gespräch zu sein. Die Sanktionspolitik hält er aber für richtig.

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    Tags:
    Strafmaßnahmen, Gespräch, Meinungsverschiedenheiten, Sanktionen, Dialog, Forderung, Heiko Maas, Angela Merkel, Daniel Günther, Stephan Weil, Manuela Schwesig, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Deutschland, Russland