23:23 25 September 2018
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    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte

    „Der kann zur Hölle fahren“: Philippinischer Präsident rüffelt Uno-Berichterstatter

    © REUTERS / Lean Daval Jr
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    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat seine Kritiker erneut empört, indem er einen UN-Menschenrechtsexperten beschimpft hat. Dies berichtet der Nachrichtensender RT.

    Der UN-Beamte Diego Garcia-Sayan kritisierte Duterte für die Entlassung der Oberrichterin der Philippinen, Maria Lourdes Sereno.

    Zuvor hatte Duterte Sereno als seinen „Feind“ bezeichnet, da sie gegen mehrere Projekte seiner Regierung gestimmt hatte. Sereno wurde später im Zuge einer Mehrheitswahl im Obersten Gerichtshof ihres Amtes entkleidet.

    Am Freitag erläuterte Garcia-Sayan, dass die Aktionen des Präsidenten eine „klare Botschaft an alle Richter der Philippinen sind: Im so genannten ‚Krieg gegen Drogen‘ bist du entweder auf meiner Seite oder gegen mich“.

    Bei einer Fernsehansprache in der philippinischen Hauptstadt Manila am Sonntag wies Duterte die Aussagen des UN-Experten zurück.

    „Sag ihm (Garcia-Sayan – Anm. d. Red.), dass er sich nicht in die Angelegenheiten meines Landes einmischen soll. Er kann zur Hölle fahren“, so Duterte.

    „Er ist keine besondere Person und ich erkenne seinen Titel als Berichterstatter nicht an.“

    Der philippinische Präsident ist für seine harten und skandalösen Aussagen bekannt und weit umstritten. Früher hatte er den nordkoreanischen Staatschef einen „Hurensohn mit gefährlichem Spielzeug“ genannt und vorgeschlagen, UN-Experten den Krokodilen zum Fraß vorzuwerfen.

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    Richter, Schimpfwörter, Uno, Rodrigo Duterte, Philippinen