17:16 20 September 2018
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    Drohungen aus Estland: Russland kann St. Petersburg verlieren

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    Politik
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    Der ehemalige estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves hat Russland im Fall eines Angriffs auf Estland mit dem Verlust von einigen Großstädten gedroht. Dabei gab er zu, dass es derzeit keine russische Gefahr für Estland gibt.

    Ilves sagte in einem Gespräch mit der ukrainischen Online-Zeitung eurointegration.com.ua, dass „im militärischen Sinne“ momentan keine Gefahr seitens Russlands bestehe. Dies sei ein „Vorteil der Nato-Mitgliedschaft“. 

    „Natürlich kann Russland Estland angreifen. Kurz danach wird es aber sogar Omsk und Tomsk (Großstädte in Sibirien – Anm. der Red.) verlieren, geschweige denn St. Petersburg“, sagte der Ex-Präsident. Die Gefahr bestehe in der „Diskreditierung“ Estlands, womit sich Russland laut Ilves bereits seit 27 Jahren beschäftigt. 

    In der letzten Zeit sind immer öfter Erklärungen von Politikern aus den baltischen Ländern über eine wachsende Gefahr seitens Russlands zu hören. 2016 hatten die Nato-Länder beim Gipfel in Warschau beschlossen, Militärkontingente in Lettland, Litauen, Estland und Polen zu stationieren. 

    Moskau hat bereits mehrmals beteuert, dass es keinen Angriff auf jegliches Nato-Land plant. Doch die Allianz nutzt die Hysterie der Baltischen Länder, um ihre Präsenz an den russischen Grenzen zu rechtfertigen. 

     

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    Tags:
    Krieg, Verlust, Drohungen, Angriff, NATO, Thomas Hendrik Ilves, St. Petersburg, Baltikum, Estland, Russland