21:50 25 Juni 2018
SNA Radio
    Roman Suschtschenko vor Gericht

    Angeblicher ukrainischer Journalist in Moskau als Spion verurteilt

    © Sputnik / Ilja Pitalew
    Politik
    Zum Kurzlink
    18973

    Der Ukrainer Roman Suschtschenko ist in Moskau „wegen Spionage“ gegen Russland zu zwölf Jahren strenger Lagerhaft verurteilt worden. Das berichtete ein RIA-Novosti-Korrespondent am Montag aus dem Gerichtssaal.

    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB sah es als erwiesen an, dass der 49-jährige Suschtschenko nur zur Tarnung für die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform gearbeitet hatte. In Wirklichkeit gehöre er dem Kiewer Militärgeheimdienst an und habe in Russland die Armee und die Nationalgarde ausspionieren wollen. Die Anklage forderte für ihn 14 Jahre Haft.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Fall Wyschinski: Kiews Geheimdienst versucht RIA-Novosti-Journalistin anzuwerben

    Suschtschenkos Anwalt Mark Fejgin kündigte Berufung an. „Das Urteil gegen Suschtschenko ermöglicht im Prinzip seinen Tausch gegen (Kirill) Wyschinski. Ich kenne die Position Kiews. Sie wollen ihn (Suschtschenko) austauschen lassen“, sagte Fejgin.

    Suschtschenko war im Oktober 2016 festgenommen worden. Die Ukraine kritisierte das Urteil scharf. Nach Angaben der Agentur Ukrinform ist Suschtschenko seit 2002 ihr Korrespondent. Die Agentur wies Spionageanschuldigungen zurück und erklärte, dass der Journalist Urlaub gehabt habe und privat nach Moskau gereist sei.

    Das russische Außenministerium teilte mit, dass Suschtschenko die Akkreditierung als Journalist nie beantragt hat.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Ukrainischer Abgeordneter: „SBU hat das Land beschämt“

    Vor kurzem wurde in Kiew der Bürochef der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, Kirill Wyschinski, verhaftet. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft „wegen Landesverrats“.

    Zum Thema:

    Bleibt Ukraine ohne eigenen Wodka? – Monopolproduzent kurz vor dem Bankrott
    MH17-Ermittlung: Ukraine könnte unter Verdächtigen landen – niederländischer Minister
    EU distanziert sich von Mord-Inszenierung in Ukraine
    Tags:
    Journalist, Gericht, Spionage, RIA Novosti, Kirill Wyschinski, Russland, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren