21:30 25 Juni 2018
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    „Idiotismus“: Sankt Petersburg nimmt Stellung zu Drohungen aus Estland

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    Politik
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    Die jüngsten Aussagen des estnischen Ex-Präsidenten Toomas Hendrik Ilves, laut denen Russland möglicherweise Sank Petersburg verlieren könnte, sind verantwortungslos und „den Konjunkturinteressen zuliebe“ erfolgt. Dies äußerte der Abgeordnete der gesetzgebenden Versammlung von Sankt Petersburg, Denis Tschetyrbok.

    „Diese Aussage hat nichts mit der Realität gemein“, so der Politiker.

    Er verwies darauf, dass es seltsam sei, solche Aussagen von einem Menschen zu hören, „der während seiner politischen Karriere ziemlich hohe Ämter bekleidet hat: Er war Botschafter in den USA, Kanada, Mexiko, Außenminister und Präsident“.

    Ein weiterer Abgeordneter der gesetzgebenden Versammlung von Sankt Petersburg, Alexej Kowaljow, bezeichnete die Behauptungen von Ilves als „Idiotismus“.

    „Die Menschen sind komplett wahnsinnig. Falls sich Estland in einen Konflikt mit Russland einlassen will, lässt das die Nato natürlich nicht zu“, sagte er.

    Der estnische Ex-Staatschef, Toomas Hendrik Ilves, hatte zuvor erklärt, dass Russland die Kontrolle über Sankt Petersburg, Tomsk und Omsk einbüßen könnte, sollte die Moskauer Führung Estland angreifen. Dabei erinnerte Ilves an einen Punkt des Nato-Vertrages, wonach der Überfall auf einen Mitgliedsstaat als Überfall auf die gesamte Allianz gilt.

    Westliche Politiker, vor allem in den baltischen Ländern und in Polen, sprechen in letzter Zeit immer öfter von einer „russischen Bedrohung“. Moskau wies mehrmals darauf hin, dass Russland nie ein Nato-Land überfallen wird. Außenminister Sergej Lawrow zufolge weiß die Allianz Bescheid und nutzt diese Haltung als Anlass, um immer mehr Technik und Truppen unweit der russischen Grenzen zu stationieren.

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    Tags:
    Verlust, Drohungen, Stadt, Politiker, Konflikt, NATO, Toomas Hendrik Ilves, Estland, St. Petersburg
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