00:37 21 Juni 2018
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    Gazprom reagiert auf angebliche Beschlagnahme seiner Aktiva in Niederlanden

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    Politik
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    Der russische Energiekonzern Gazprom hat sich zu den jüngsten Mitteilungen von Naftogaz über den Schiedsspruch des Stockholmer Handelsgerichts zur Beschlagnahme der niederländischen Gazprom-Aktiva geäußert.

    Dabei verweist der Konzern darauf, dass „detaillierte Kommentare erst nach einer sorgfältigen Überprüfung der themenbezogenen Dokumente abgegeben werden, sollten sie der Firma offiziell zur Verfügung stehen“.

    Gazprom werde seine Rechte „in Übereinstimmung mit dem geltenden Recht” verteidigen.

    Das Handelsgericht in Stockholm hatte am 28. Februar einer Klage des ukrainischen Energielieferanten Naftogaz gegen Gazprom stattgegeben und den russischen Energiekonzern verpflichtet, Naftogaz 2,56 Milliarden US-Dollar als Ausgleich zu zahlen — Russland habe weniger Gas durchgeleitet als vereinbart.

    Der russische Konzern kritisierte das Gerichtsurteil als „asymmetrisch“ und kündigte an, Berufung einzulegen.

    Naftogaz hat laut der Pressestelle des ukrainischen Unternehmens in der vorigen Woche bei dem schwedischen Gericht beantragt, die Anteile von Gazprom an dessen niederländischen Tochtergesellschaften beschlagnahmen lassen zu dürfen. Dem Antrag sei stattgegeben worden.

    Außerdem sollen die Anteile an den Pipeline-Projekten Nord Stream AG und Nord Stream 2 AG des russischen Staatskonzerns eingefroren werden, so Naftogaz.
    Ende Mai hatte Gazprom bestätigt, dass Naftogaz Aktivitäten zur Zwangseintreibung der Summe unternimmt.

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    Tags:
    Pipeline-Projekt Nord Stream 2, Gerichtsentscheidung, Streit, Beschlagnahme, Stockholmer Gericht, Naftogaz, Gazprom, Petro Poroschenko, Niederlande, Russland, Ukraine