00:50 21 Juni 2018
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    Ein Soldat mit der Nato-Flagge (Archiv)

    Estland will mehr Nato-Truppen – und das schnell!

    © REUTERS / Ints Kalnins
    Politik
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    Obwohl Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg keine weiteren Pläne für eine erhöhte Nato-Präsenz im Baltikum verkündet hat, hofft der estnische Verteidigungsminister Jüri Luik auf die Entfaltung zusätzlicher Militärkräfte in der Region. Das folgt aus einer Mitteilung des estnischen Verteidigungsministeriums.

    „Die Stationierung von Nato-Einheiten an der östlichen Flanke der Allianz ist ein bedeutender Schritt zur Verstärkung der Abschreckung, um den Frieden in der baltischen Region zu gewährleisten. Es ist für uns höchst wichtig, dass die Nato imstande ist, die bestehenden Kräfte mit zusätzlichen Kräften schnell zu verstärken und, wenn nötig, ihre Verbündeten zu schützen“, sagte Luik bei einem Treffen mit Stoltenberg am Montag in Belgien.

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    Dem estnischen Minister zufolge ist es nötig, dass die Allianz die Entfaltung der Truppen sowie das Fällen entsprechender Entscheidungen beschleunigt.

    Stoltenberg dankte Estland seinerseits dafür, dass es als eines der wenigen Nato-Mitgliedern die erforderlichen zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung ausgibt. Der Allianz-Chef hob außerdem Estlands Teilnahme an der Mission „Resolute Support“ hervor.

    Früher hatte Jens Stoltenberg verkündet, dass die Nato derzeit nicht plane, ihre Militärpräsenz in der baltischen Region zu erhöhen. Sie wolle jedoch ihre Verstärkungsfähigkeiten bei Bedarf stärken.

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    In letzter Zeit sind immer öfter Erklärungen von Politikern aus den baltischen Ländern über eine wachsende Gefahr seitens Russlands zu hören. 2016 hatten die Nato-Länder beim Gipfel in Warschau beschlossen, Militärkontingente in Lettland, Litauen, Estland und Polen zu stationieren.

    Moskau hat bereits mehrmals beteuert, dass es keinen Angriff auf jegliches Nato-Land plant. Doch die Allianz nutzt die Hysterie der Baltischen Länder, um ihre Präsenz an den russischen Grenzen zu rechtfertigen.

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    Militärkontingent, Militärpotentiale, Kampfeinsatz, Militärpläne, Militärbasis, Militärbasen, Militärpräsenz, Militär, Verstärkung, Truppen, Militärausgaben, Krieg, Armee, NATO, Jens Stoltenberg, EU, EU-Länder, Europäische Union, Europa, Baltikum, Tallinn, Estland, USA