18:12 21 Juni 2018
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    Putin: Vor US-Karren gespannte Länder „beginnen zu leiden“

    © Sputnik / Алексей Витвицкий
    Politik
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    Die Länder, die unter dem Druck der Vereinigten Staaten Sanktionen gegen Russland verhängt haben, beginnen jetzt selbst durch ähnliche Maßnahmen zu leiden. Dies erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch in einem Interview mit Radio China International (CRI).

    „Diejenigen, die sich, wie ich bereits sagte, von den USA am Gängelband führen ließen, beginnen selbst durch die Maßnahmen zu leiden, die die Vereinigten Staaten in Bezug auf diese Länder zu ergreifen beginnen", so Putin.

    Wie der russische Staatschef ferner betonte, bedeutet das alles, dass diese Mittel nicht universell sein können und früher oder später klar wird, dass ihr Einsatz allen, einschließlich der Initiatoren dieser Initiativen, Schäden zufügt.

    Die Sanktionen würden Moskau aber nicht zwingen, auf den Schutz seiner Interessen zu verzichten:

    „Die Existenz irgendwelcher Einschränkungen und Sanktionen ist für uns keine Überraschung, wir haben keine Angst davor, und das wird uns nie zwingen, auf einen selbständigen und souveränen Entwicklungsweg zu verzichten“, unterstrich Putin.

    Gleichzeitig äußerte der russische Präsident die Hoffnung, dass „der gesunde Menschenverstand triumphieren wird und alle für die Entwicklung der Weltwirtschaft schädlichen illegalen Einschränkungen allmählich beseitigt sowie die Beziehungen zu allen Partnern, einschließlich der USA, normalisiert werden.“

    Am Dienstag waren der russische Präsident Wladimir Putin und der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Wien zusammen vor die Presse getreten. Besprochen wurden sowohl wirtschaftliche als auch politische Themen der bilateralen Beziehungen. Gleichzeitig unterstrich der russische Staatschef, dass die gegenwärtige Sanktionspolitik des Westens allen Beteiligten schade. Die Aufhebung aller Sanktionen wäre für alle Seiten positiv.

    IWF-Symbol auf einer Glastür im Standort des Fonds, Washington
    © AFP 2018 / Mandel Ngan
    Washington hatte im März Strafzölle im Umfang von zehn bzw. 25 Prozent auf Exporte von Stahl und Aluminium in die USA eingeführt und diese Entscheidung mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet; dabei waren einige Länder von diesen Zöllen befreit gewesen.

    Am 31. Mai hatten die USA diese Zölle nach fruchtlosen bilateralen Verhandlungen praktisch gegen alle Länder verhängt, einschließlich der EU und Kanada. Für Russland gelten sie bereits seit März.

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    Tags:
    Einschränkungen, Sanktionen, Wladimir Putin, USA
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