20:33 25 September 2018
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    Langstreckenbomber Tu-22M3 während der Luftparade zum Siegestag in Moskau (Archivbild)

    „Fluch der US-Flotte“: In UdSSR entwickelter Bomber tritt in neuer Gestalt auf – NI

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    Die Modernisierung des russischen Überschallkampfbombers Tu-22M3 bedeutet laut dem US-Magazin „The National Interest“ (NI) die Rückkehr eines „Fluchs“ der US-Flotte.

    In Zeiten des Kalten Krieges hätten Mehrzweck-Kampfflugzeuge Grumman F-14 Tomcat, die mit Lenkraketen AIM-54 Phoenix ausgerüstet waren, Schiffe der US-Seestreitkräfte vor Tu-22-M3-Maschinen geschützt, schreibt das Magazin.

    „Zwar macht der russische Park von Tu-22M3 einen kleineren Teil der Kraft aus, die die Sowjetunion einst besaß. Aber auch die heutige Tu-22M3 mit modernisierten Waffen und Messgeräten stellt die gleiche Bedrohung dar, wenn auch im kleineren Maßstab“, heißt es.

    Das Problem werde dadurch verschärft, so das Journal weiter, dass die F-14 Tomcat Anfang der 1990er Jahre außer Dienst gestellt worden sei.

    „Somit kann auch ein bescheidenes Angriffspotential Russlands im Hinblick auf die Möglichkeiten von X-32-Marschflugkörpern, insbesondere ihre Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit, für die Angriffsgruppe der Seestreitkräfte (der USA) eine reale Gefahr darstellen.“

    Das Magazin räumt ein, dass das bordgestützte Erdkampfflugzeug F/A-18E/F Super Hornet zusammen mit dem Kampfschiffssystem Aegis der US-Flotte einen würdigen Schutz bieten könne. Doch sei die Super Hornet aufgrund ihrer unzureichenden Geschwindigkeit kaum fähig, eine Tu-22-M3 vor einem X-32-Start abzufangen.

    Bei dem Überschall-Marschflugkörper X-32 handelt es sich um die stark modernisierte Schiffsabwehrrakete X-22, die zur sowjetischen Bewaffnung gehörte. X-32 unterscheidet sich von seinem Prototyp durch ein neues, gegen Geräusche geschütztes Steuerungssystem, größere Tanks und ein leistungsstärkeres Triebwerk. Ein X-32-Marschflugkörper kann aus einer Entfernung von 1000 Kilometern ein Ziel treffen und es dem jeweiligen Jagdflugzeug ersparen, in die Zone bordgestützter Fliegerkräfte einzutreten.

    Zuvor hatte das Flugzeugbauwerk Kasan (Russland) angekündigt, Maschinen vom Typ Tu-22M3M, eine modifizierte Version der 1989 in den Dienst gestellten Tu-22M3, herstellen zu wollen.

    Kampfjets vom Typ 22-M3 waren in den Jahren 2015 und 2017 bei Luftangriffen auf die Terror-Stellungen in Syrien eingesetzt worden.

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    Tags:
    Bomber, The National Interest“ (NI), USA, Russland