21:00 13 Dezember 2018
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    Deutsche Medien klären auf: Darum muss Europa sich mit Russland einigen

    © AFP 2018 / John Macdougall
    Politik
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    Europa allein kann nach Auffassung des Journalisten Rupert Sternath den USA wenig entgegensetzen. Deswegen muss es sich ihm zufolge mit den Signaturstaaten des Iran-Deals einigen.

    In einem Beitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt Sternath, dass sich das Verhalten der USA in absehbarer Zeit nicht zum Guten wenden werde. „Und wenn wir dem (…) nachgeben, wird sich das Verhältnis künftig weiter verschlechtern.“

    Laut Sternath braucht es unbedingt Einigkeit aller Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens mit dem Iran, einschließlich China und Russland.  „Sollten die europäischen Politiker diese Einigkeit zuwege bringen, bin ich überzeugt, dass sich weitere Länder, wie Indien, andere asiatische Länder und Südamerika dieser Initiative anschließen würden“, so der Autor.

    Er ist überzeugt, dass diese Vorgehensweise auch eine sofortige Beendigung der ungerechtfertigten Sanktionen gegen Russland mit sich brächte. Ein friedliches Zusammenleben der Nationen in Europa sei nur möglich, wenn mit Russland „ein fairer Interessenausgleich“ gefunden werde.

    „Wenn es zu der oben geschilderten Einigkeit kommt, würden die USA —– trotz Trump ihre weiteren Schritte wohl überdenken“, resümiert Sternath.

    US-Präsident Donald Trump hatte am 8. Mai den Ausstieg Washingtons aus dem Atomabkommen, die Wiederaufnahme sämtlicher Sanktionen gegen den Iran sowie Strafmaßnahmen gegen Handelspartner Teherans verkündet.

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    Tags:
    Einigung, Atomabkommen, Süddeutsche Zeitung, Donald Trump, Europa, Iran, USA, Russland, China